Kolumne

Überall diese Roller! Aus dem Nichts! WAS?!?! Es war wie in einem Horrorfilm. Am 26. August habe ich mich um kurz vor 12 Schlafen gelegt. Als ich gegen 8 Uhr auf dem Balkon eine Zigarette rauchen wollte, starrten sie mich von der gegenüberliegenden Straßenseite verbohrt an.

„Busse statt Bahnen“ war das sympathisch wirkende, aber hinterhältige Motto in der vergangenen Woche. Wegen der „Inbetriebnahme neuer Stellwerktechnik“ (alias Fortsetzung von „wie man sich an Studierenden rächt“) musste die gesamte Bahnstrecke zwischen Riemke Markt und Hustadt gesperrt werden. Stattdessen fuhren Busse im Zickzack die Uni an. Insass*innen lernten so nicht nur die gesamte Markstraße kennen, sondern auch neue U35-Haltestellen (Uni-Hallenbad? Ernsthaft?). Nicht selten sorgte das für Panik bei den pensionierten Menschen (Studierende schauten nicht mal von ihren Handys hoch), die nacheinander zum Busfahrenden stolperten, um zu fragen, ob er denn auch da und da halten würde. Durch dieses soziale Experiment wuchsen weder die Bochumer*Innen noch die Busfahrer*innen zusammen. Stattdessen herrschte Bus-Chaos an den Haltestellen. Wenn vier U35 Busse auf den regulären Linienverkehr treffen, hört das Winken auf.                            

:mag

Glückauf, Glückauf! Der Tönnies kommt und er hat 20 Kraftwerke für Afrikaner mitgebracht/ und er hat Kraftwerke für Afrikaner mitgebracht/ für Strom und Schutz. Die Heldentat, von der gesprochen wird, ist schlichtweg dumm. Mit Angst vor der „Schweinesteuer“ geht ein Kommentar wie „Das darf man wohl noch sagen“ viel leichter über die Lippen.

Britain’s Brexit-Boris breaks through! Since the 24th of July, Boris Johnson is the new prime minister of the United Kingdom. But better be prepared because bad boy Boris has already used his new position to push his Brexit-agenda forward. And he is awkwardly armed with a horrendous, horrible haircut that really reminds me of someone specific, but I cannot pinpoint it. Maybe some scary, scandalous super-villain… oh, I remember! It’s Donald Trump’s terrible trademark hair! Well, this is not weirdly worrisome at all.
Anyhow congratulations… I guess? At least from some conservatives. The rest of us can clichedly cry in a corner because it’s looking worse and worse for a European-friendly Brexit-deal. Except for bad-hair Boris who’s probably having the best week ever. And at least everyone else has Boris to blame for whatever disastrous debacle is going to happen
during Brexit.

:leda

Es ist eine wohlwollende Melodie in den Ohren der Studierenden, ein Gefühl, das einem sagt, dass die Welt gar nicht so schlimm ist, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft: das Wort Prozente. Und zu welcher Zeit im Jahr gibt es mehr Rabatte als zum Amazon Prime Day?

Hurra, die dritte Staffel von Stranger Things ist da! Seit vor über anderthalb Jahren die zweite Staffel der Netflix-Erfolgsserie veröffentlicht wurde, warteten die Zuschauer*innen gespannt auf die Fortsetzung – und es hat sich gelohnt. Wir befinden uns in der Mitte der 80er und aus den liebenswerten Protagonist*innen sind mittlerweile mehr oder weniger unbeholfene Teenager geworden. Auch mit dabei sind andere Lieblingscharaktere wie Steve, Nancy und Joyce, woraus sich mehrere Handlungsstränge in meist altbekannten Kombinationen entwickeln, die letztlich zusammenkommen. Doch auch neue Figuren sind dabei, darunter der erste offizielle LGBTQ*-Charakter der Serie, Robin. Die Handlung beginnt wie erwartet: Obwohl das Portal nach Upside Down Ende der letzten Staffel geschlossen wurde, geschehen wieder merkwürdige Ereignisse und der Gruselhorror geht in die nächste Runde.
Stranger Things hat seinen Retro-Charme nicht verloren. Da die nächste Staffel womöglich die letzte sein wird, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, die Serie bis zum aktuellen Stand zu gucken.       

:leda

Einmal Disney-Prinzessin sein – der Traum aller Mädchen und auch Jungen im Kindesalter. Jedoch ist das nicht allen vorbehalten. Denn kaum gibt Disney bekannt, dass eine fiktive Figur von einer Afroamerikanerin gespielt wird, kommen sie aus ihren Löchern gesprungen und monieren, dass Arielle eine dänische Prinzessin ist. Nun gut – so wie Disney es 1989 interpretiert hatte. Der Film beruft sich auf das Kunstmärchen „die kleine Meerjungfrau“ von dem dänischen Autor Hans Christian Andersen. Das einzige was an dem Märchen bis heute dänisch ist. Das Original ist durchaus dramatischer; die seelenlose Prinzessin trauert ihrer großen Liebe nach und wird am Ende zu Meeresschaum. Vielleicht sollten die belesenen Bürger*innen mal einen Blick ins Buch werfen, bevor sie nach Aliens, Illuminaten und weiteren Verschwörungstheorien suchen. Denn dann würden sie nicht von der Hauptdarstellerin Halle Bailey einen Arielle-Nachweis fordern !!!11elf!!1!         

:bena

Ist das noch schön oder grenzwertig? Am Freitag kam das neue Video von Shirin David raus und um die Wertung der Musik außer Acht zu lassen, gibt sie, die sonst aussieht wie die neuste Barbie, einen guten Grund zum Aufregen – ihre Hautfarbe. Denn diese sieht aus, als wäre sie in einen Selbstbräunertopf reingefallen. Nur kommt das bei der Black Community nicht gut an. Da Shirin dafür bekannt ist, dass sie Merkmale von dunkelhäutigen Frauen gern mal adaptiert und sie auf die Kritik sehr seriös reagiert hat, gibt es Backlash für sie. Denn sie wolle mit ihrem „Blackfacing“-Make-up niemanden verletzen. Deswegen umarmt sie alle, die sie ,,beleidigt‘‘ hat. Nun gut, ich fühle mich umarmt. Danke Shirin! Ich fühle mich viel besser, nachdem ich vom Herbert in der Bahn für mein exotisches Aussehen gepriesen und gefragt werde, ob es nicht schön sei, heimatliche Temperaturen, weil Herne in der Nähe des Äquators liegt, zu genießen. Auch diesen habe ich direkt umarmt, weil wir das ebenso machen.                       

:bena

Endlich! Eine neue Streaming-Plattform! Noch eine Möglichkeit mehr neben Sky und Co. sein Geld aus dem Fenster zu werfen, um in die alternative Welt der Serien und Filme einzutauchen. „Yesflix“ bietet uns die einzigartige Möglichkeit, noch mehr Filme sowie Serien anzuschauen. Anders als Netflix und Co.

Ach Fußball. 90 min geballte Power gegen den Ball. Ein Spiel, das die Massen begeistert. Natürlich nur wenn die Männer spielen. Als ob die Ästhetik und Schönheit des Ganzen noch das gleiche ist, wenn Frauen spielen. Ist ja ekelig – „Grottenkick“, wie die Bild es betitelt. Hauptsache die Hübsche triff, heißt es in der Schlagzeile weiter. Das kennt man ja. Frauen sind nur akzeptiert in Sportarten, die richtig schön weiblich sind, wie rhythmische Sportgymnastik. Das ist toll und für Kerle verboten – das ist auch gut so, weil sowas würde auch die Männlichkeit schmälern. Zurück zum Frauenfußball. Auch wenn die bierbäuchigen Männer das Niveau der Nationalmannschaft auf Amateurbasis sehen, hat sich dieser in den letzten Jahren professionalisiert und sollte mehr Anerkennung erhalten. Jede*r, der eine Sportart professionell ausübt, egal ob Fußball oder nicht, jede*r sollte für seine*ihre Leistung wertgeschätzt werden. Ob Ihr es mögt oder nicht, lasst die Damen ihren Job machen und feddig.  

:bena

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