Theater
Nach Intendanz-Debatte in Bochum
Ein Stück über Armut oder Rassismus? Nein, gerade KünstlerInnen mit großem, sozialen Erfahrungsschatz bleibt der Eintritt in die Theaterlandschaft verwehrt. Bild: kac

Kommentar. Lokale Medien spekulieren über die Nachfolge der  künstlerischen Leiterin des Prinz-Regent-Theaters. Das ist nicht nur unangemessen, sondern auch das falsche Thema: Denn an Theatern sind Minderheiten noch immer unterrepräsentiert, wenn es um die Entscheidungen geht.   

Ultras beim „Impulse“-Festival
Bunt und auffällig, aber harmlos: Die Impulse-Ultras werden ExpertInnen des Festivals sein. Bild: Viviane Lennert, Logo: Impulse Theaterfestival

Theater. Wenn das Impulse Festival in Mülheim startet, werden sie nicht fehlen: Die Impulse-Ultras schauen sich vom 13. bis 24. Juni das komplette Programm an, erhalten zusätzliche Informationen und tauschen sich aus. Auch Du kannst Ultra werden.

AR MBSB sucht noch ProtagonistInnen für ein Theaterstück

Inklusionstheater. Für das Theaterstück „Inklusionsgefahr – Schwere Kost leicht gekürzt“ werden noch SängerInnen und MusikerInnen gesucht.

Warum die Kritik an äußeren Ungerechtigkeiten nicht genug ist

Kommentar. Bessere Arbeitsverhältnisse im Theater entstehen nicht nur durch die Anklage von Hierarchien.

 
Nabokovs Opus Magnum im Rottstr 5 Theater
Verbotene Liebe als düsteres Kammerspiel: Yvonne Forster und Jost Grix in Alexander Ritters „Lolita“.Bild: Birgit Hupfeld

Theater. Vladimir Nabokovs berühmter Roman „Lolita“ über eine verbotene, pädophile Liebesbeziehung wurde immer wieder in Film und Popkultur aufgegriffen. An der Rottstr5 verdichtet Alexander Ritter den Skandal-Stoff zu einem düsteren Kammerspiel.

In seinem ersten Stück inszeniert Pascal Jockisch den Versuch einer neuen Kommunikationsform

MZ. Die studentische Theatergruppe Kongus Trupp  führt ihr Stück „Mit aller Kraft gegen die Vernunft: Meine tägliche Dosis Wahnsinn“ auf.

Der Vertreter des Realismus, Milo Rau, erhält Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum
Milo Raus Wunsch: Die Realität auf die Bühne bringen. Bild: IIPM/Thomas Müller

Porträt. Der Schweizer Theater- und Filmemacher Milo Rau gehört zu den wichtigsten VertreterInnen des globalen Realismus der heutigen Zeit. Er engagiert sich globalhumanistisch und rüttelt die ZuschauerInnen mit seinen politischen Inszenierungen auf.

Premiere von „Volksverräter!!“ im Schauspielhaus Bochum
In der heimischen Stube wittert man es: Die Wahrheit wird unterdrückt. Foto: Diana Küster

Premiere. Schrill, grotesk und lärmend: Hermann Schmidt-Rahmer transportiert im Schauspielhaus mit „Volksverräter!!“ ein Stück von Henrik Ibsen in die Gegenwart. Rechte WutbürgerInnen gehen gegen die Elite auf die Barrikaden.

Gesellschaftliches Miteinander oder Parallelgesellschaft? Das Theaterstück "Inklusionsgefahr!" provoziert mit aktuellen Bezügen.
Feuer und Wasser? Edd (André Dinter) und Manna (Sahar Raie) sind ein ungleiches Duo. Foto-Quelle: Sahar Raie

Theater. In „Inklusionsgefahr!“ treffen AußenseiterInnen aufeinander. Premiere der Neuauflage ist am 24. März.

Ausverkaufte Premiere von Elfriede Jelineks „Kein Licht.“ im Prinz-Regent-Theater
Überzeugend: Kostüme, Bühne und Schauspiel sind im Einklang. Foto: Sandra Schuck

„Soll ich jetzt einen Satz von Jelinek sagen oder einen über das Stück?“, ertönt es aus dem Off, während Corinna Pohlmann sich ein Mikrofon an die unbewegten Lippen hält. Die Premiere von Jelineks „Kein Licht.“ am 7. Januar 2017 im Prinz-Regent-Theater ist ausverkauft. Elfriede Jelinek schreibt keine Dramen, sie erschafft „Textflächen“. Bezeichnend ist der bewusste Bruch mit dramatischen Konventionen. So sprechen A und B statt namhafter Figuren, Regieanweisungen und Sprechtext verfließen miteinander – Jelineks Texte sind fordernd und subversiv. Der Regisseur, Daniel Kunze, ist Absolvent der Folkwang Universität der Künste.

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