Theater
In seinem ersten Stück inszeniert Pascal Jockisch den Versuch einer neuen Kommunikationsform

MZ. Die studentische Theatergruppe Kongus Trupp  führt ihr Stück „Mit aller Kraft gegen die Vernunft: Meine tägliche Dosis Wahnsinn“ auf.

Der Vertreter des Realismus, Milo Rau, erhält Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum
Milo Raus Wunsch: Die Realität auf die Bühne bringen. Bild: IIPM/Thomas Müller

Porträt. Der Schweizer Theater- und Filmemacher Milo Rau gehört zu den wichtigsten VertreterInnen des globalen Realismus der heutigen Zeit. Er engagiert sich globalhumanistisch und rüttelt die ZuschauerInnen mit seinen politischen Inszenierungen auf.

Premiere von „Volksverräter!!“ im Schauspielhaus Bochum
In der heimischen Stube wittert man es: Die Wahrheit wird unterdrückt. Foto: Diana Küster

Premiere. Schrill, grotesk und lärmend: Hermann Schmidt-Rahmer transportiert im Schauspielhaus mit „Volksverräter!!“ ein Stück von Henrik Ibsen in die Gegenwart. Rechte WutbürgerInnen gehen gegen die Elite auf die Barrikaden.

Gesellschaftliches Miteinander oder Parallelgesellschaft? Das Theaterstück "Inklusionsgefahr!" provoziert mit aktuellen Bezügen.
Feuer und Wasser? Edd (André Dinter) und Manna (Sahar Raie) sind ein ungleiches Duo. Foto-Quelle: Sahar Raie

Theater. In „Inklusionsgefahr!“ treffen AußenseiterInnen aufeinander. Premiere der Neuauflage ist am 24. März.

Ausverkaufte Premiere von Elfriede Jelineks „Kein Licht.“ im Prinz-Regent-Theater
Überzeugend: Kostüme, Bühne und Schauspiel sind im Einklang. Foto: Sandra Schuck

„Soll ich jetzt einen Satz von Jelinek sagen oder einen über das Stück?“, ertönt es aus dem Off, während Corinna Pohlmann sich ein Mikrofon an die unbewegten Lippen hält. Die Premiere von Jelineks „Kein Licht.“ am 7. Januar 2017 im Prinz-Regent-Theater ist ausverkauft. Elfriede Jelinek schreibt keine Dramen, sie erschafft „Textflächen“. Bezeichnend ist der bewusste Bruch mit dramatischen Konventionen. So sprechen A und B statt namhafter Figuren, Regieanweisungen und Sprechtext verfließen miteinander – Jelineks Texte sind fordernd und subversiv. Der Regisseur, Daniel Kunze, ist Absolvent der Folkwang Universität der Künste.

Theater Traumbaum setzt sich im Januar für Demokratie ein
Damals wie heute: Im Stück  „Lumpenpott“ geht es um Gewalt und Einschüchterung von Rechts. Foto: Theater Traumbaum

Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz in Polen befreit. Das Kinder-  und Jugendtheater Traumbaum im Kultur-Magazin begeht im kommenden Januar den Gedenktag. Theaterpädagogische Workshops und Theaterstücke sollen Jugendlichen anschaulich vermitteln, was für ein hohes Gut es ist, in einer Demokratie zu leben. 

Premiere von „Tod in Venedig“ an der Rottstr5
Gustav Aschenbach im Einsatz: Eine Begegnung mit dem Tod. Foto: Sabine Michalak

Hans Drehers Bühnenadaption bringt Humor in Manns todernsten Untergangsstoff und spitzt die Ängste um eine fremde Epidemie pointiert zu.

Das Double-Feature „Haut I & II“ am 9. und 10. Juni exklusiv im Musischen Zentrum
Absurd und brutal: Caroline Königs und Katharina Cygan inszenieren diesmal ein Ernstes Stück. Foto: mar

Eine düstere Gothic-Party wollen Caroline Königs und Katharina Cygan mit den Kurzstücken „Haut I & II“ auf der MZ-Bühne feiern. Ihr gemeinsames Projekt ist absurdes Bildertheater über Gewalt, Entfremdung und Hackfleischvaginen.

„Nach Europa“ im Bahnhof Langendreer
"Europa, was ist das?", fragt sich die junge Afrikanerin Khady. Foto: tims
Das Gastspiel vom Theater Gegendruck im Bahnhof Langendreer erzählt die tragische Geschichte einer jungen Afrikanerin auf ihrem Weg nach Europa. Trotz der Brisanz und der Aktualität des Themas kommt die Authentizität zu kurz und die wirklichen Spannungsmomente fehlen. Auch wenn die Dialoge zum Teil herzzerreißend sind.
 
Ruhrfestspiele eröffnet
Eine humanistische Utopie aus der Antike und die Realität: Die diesjährigen Ruhrfestspielen legen einen Schwerpunkt auf die Migrationskrise. Foto: ©Bettina Stöß

Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen feiern ihren 70. Geburtstag und luden am Sonntag zu einem großen Volksfest ein. Bis zum 19. Juni können die BesucherInnen das Theaterfest erleben und werden dabei mit verschiedenen Themen von der Antike bis zur aktuellen Migrationskrise konfrontiert. Alles unter dem Motto „Mittelmeer – Mare Nostrum?“

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