Abschlussperformance des inSTUDIES-Projekts „Die Sozialwissenschaften im Theater“
„Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis“
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Sozialwissenschaft steht Kopf – oder zumindest die Studis der „Sozialwissenschaften im Theater“. Foto: bent
Sozialwissenschaft steht Kopf – oder zumindest die Studis der „Sozialwissenschaften im Theater“.

Zwei Semester lang haben Studierende verschiedener Fächer an dem inSTUDIES-Projekt „Die Sozialwissenschaften im Theater: Forschung in szenierten Welten“ gearbeitet. Die Ergebnisse werden am Samstag in Form einer Abschlussperformance im Forum Freies Theater Düsseldorf gezeigt.

Was die BesucherInnen erwarten wird, kann Lioba, die an der Ruhr-Uni Medien- und Theaterwissenschaften studiert, nicht verraten: „Weil wir selber nicht wissen, wie das ankommt“, erklärt sie. „Es wird ein Experiment für beide Seiten.“ Die Ergebnisse der Forschung werden jedenfalls auf kreative Weise präsentiert: „Es kann zum Beispiel eine Installation, aber auch ein Film sein“, so Lioba. Was die Studierenden versprechen können, ist auf jeden Fall ein Grenzgang zwischen Kunst und Wissenschaft, was einen auch über den Tellerrand der Forschung schauen lasse – und das mache auch die performative Sozialwissenschaft aus: „Wissenschaft, mehr oder weniger kreativ oder künstlerisch wiedergeben“, wie Josepha, die Kunstgeschichte und Spanisch studiert, erläutert. Für ihren Kommilitonen Markus bedeutet das auch ein „rasterloses Denken“, denn was bei der performativen Sozialwissenschaft heraus kommt, könne völlig offen sein: „Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis“, so der Medien- und Theaterwissenschaftsstudent.

15 Credit Points  – „nicht leicht verdient“

Insgesamt läuft das Optionalbereichsmodul von der anfänglichen Datenerhebung bis zur Abschlusspräsentation über zwei Semester. Dafür gibt es 15 Credit Points. „Nicht leicht verdient, mit Tränen und Schweiß verbunden“, scherzt Josepha. So mussten die Interviews in den Ferien geführt werden, außerdem beteiligten sich die elf TeilnehmerInnen des Projekts an einer Exkursion nach Berlin. Gerade das Miteinander nach der Forschungsarbeit habe aber auch Spaß gemacht – unter anderem während der etlichen Stau-Stunden auf dem Rückweg von Berlin, wie Markus verrät: „Eine interessante Erfahrung, seine Dozenten auf engstem Raum privat zu erleben – oder sich selbst erleben zu lassen.“

Ob es im nächsten Semester ein ähnliches Angebot geben wird, ist noch nicht klar. „Erst mal ist noch nichts geplant“, so Lehrassistentin Rike Müller über das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Straub, mit dessen wissenschaftlicher Durchführung die Dozenten Pradeep Chakkarath und Paul Sebastian Ruppel betraut sind. „Performative Sozialwissenschaft wird bei uns aber immer beliebter“, füghte sie hinzu. Wer in Zukunft daran interessiert ist, wird am Samstag einen kleinen Einblick erhalten können.

:Benjamin Trilling

zeit:punkt

„Die Sozialwissenschaften im Theater: Forschung in szenierten Welten“: Abschlussperformance
Samstag, 27. Juni, 19 Uhr
FFT Düsseldorf, Jahnstraße 3, Düsseldorf.
Eintritt ab 4 Euro VVK.