„MUC – Die verborgene Stadt“: Eine deutsche Dystopie
Die Endzeit geht weiter
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Solide Fortsetzung des etwas anderen Heimatromans: Anna Mocikat spinnt eine Geschichte um Freiheit in einer düsteren Zukunft. Bildquelle: Droemer-Knaur
Solide Fortsetzung des etwas anderen Heimatromans: Anna Mocikat spinnt eine Geschichte um Freiheit in einer düsteren Zukunft.

Weite Teile der Welt sind verwüstet, radioaktiv und unbewohnbar. In MUC, dem ehemaligen München, regiert ein Theokrat über einen Haufen Überlebender des „Großen Sterbens“ vor 100 Jahren. Doch die Armee von Utilitas, dem alten Frankfurt, steht schon vor den Toren … Anna Mocikat spinnt in „MUC – die verborgene Stadt“ die Endzeit-Saga weiter.

Der Geist, den die Finanzmetropole am Main heute atmet, verlässt die Stadt auch nach der großen Katastrophe nicht: In Utilitas regiert zwar nicht das Geld, aber die Überzeugung, dass jeder Mensch einen möglichst großen Nutzen haben soll. Die Schwachen sind entbehrlich. Dieser Utilitarismus scheint in einer Welt, in der Ressourcen knapp sind und ohnehin jeder ums Überleben kämpft, effizient zu sein, und so schicken die CEOS, die Oberhäupter der Stadt, eine Armee nach MUC.

Heldin Pia und ihre Freunde aus dem Hades, dem Münchener Untergrund (im doppelten Wortsinn), müssen sich mit dem Herrscher an der Oberfläche verbünden, wenn sie ihre Freiheit behalten wollen.

Der erste Krieg seit 170 Jahren

„Die verborgene Stadt“ ist die Fortsetzung des Anfang 2015 erschienenen „MUC“ (ebenfalls vorgestellt in der :bsz), das zeigte, dass die Postapokalypse nicht nur in den USA oder Australien „Mad Max“- oder „Fallout“-mäßige Szenarien erzeugt. Die große Stärke des ersten Bandes – das Erstaunen über Relikte aus der „alten Welt“, vom Smartphone bis zu gefährlichen Chemiefabriken – kommt im Sequel leider etwas kurz.

Es geht vielmehr um die Charaktere aus dem ersten Band. Wie etwa Fassadenkletterin und Hoffnungsträgerin Pia – sie ist immun gegen die Krankheit, die einen Großteil der Menschheit dahingerafft hat. Ihr Gefühlschaos kommt ihr im ersten Krieg, den München seit über 170 Jahren erlebt, nicht unbedingt entgegen …

:Marek Firlej

Anna Mocikat:

„MUC – Die verborgene Stadt“

Knaur, 2015

384 Seiten

12,99 Euro

:bsz-Verlosung

Wie sähe es in Deutschland aus, 100 Jahre, nachdem eine Seuche die meisten Menschen auf der Welt dahingerafft hat? Es gäbe weiterhin Krieg, Ausbeutung und Religion, aber auch HeldInnen, die für ihre Freiheit kämpfen!

Wir verlosen zwei Exemplare des Endzeitromans „MUC – Die verbor­gene Stadt“ von Anna Mocikat.

Gebt unserer Facebook-Seite und dem Post über MUC bis zum 2. Februar ein Like und Ihr nehmt an der Verlosung teil.

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