Neue Meilensteine wurden erreicht.
Die Rekorde, sie purzelten
Bild: CC0
Bildunterschrift: Geschwind durch den Eiskanal: der Ort der deutschen Triumphe.

Bei den diesjährigen Winterspielen wurden wie üblich wieder eine große Zahl an neuen Strecken-, Olympia- und Weltrekorden aufgestellt.

Im Wintersport ist es etwas schwieriger, historische Leistungen miteinander zu vergleichen, denn in den meisten Disziplinen wird nicht immer dieselbe Distanz zurückgelegt. Stattdessen haben jede Strecke, Schanze und jeder Berghang ihre eigenen Bestzeiten vorzuweisen und da sich bei Olympischen und Paralympischen Spielen bekannterweise die weltbesten Athlet:innen gegenseitig zu Spitzenleistungen treiben, steht das Aufstellen neuer Rekorde hier an der Tagesordnung. 
So konnte beispielsweise die RUB-Athletin Laura Nolte gemeinsam mit ihrer Team-Kollegin Deborah Levi den eigens im Zweierbob aufgestellten Streckenrekord der Damen aus ihrem ersten Lauf in den beiden darauffolgenden Läufen jeweils noch einmal unterbieten, was, wie wir alle jubelnd bezeugen konnten, zu Gold führte. Im selben Eiskanal konnte ebenso das deutsche Viererbob-Team den Rekord in seiner Disziplin für diese Strecke aufstellen, der mit 58.13 Sekunden noch zweieinhalb Sekunden schneller war als die Zeit von Laura Nolte. Zwei Männer aus diesem Team traten auch zusammen im Zweierbob an und konnten sich dort ebenfalls den neuen Streckenrekord sichern. Auch im Eiskanal gingen etliche Rekorde an die deutschen Athlet:innen um Johannes Ludwig und Nathalie Geisenberger, während beim Skeleton ebenfalls sowohl bei den Herren als auch bei den Damen von nun an die Streckenrekorde von den deutschen Skeletoni gehalten werden. 
Auf dem Eis dominierten beim Short Track die Niederländer:innen, die gleich vier neue Olympia- und einen neuen Weltrekord aufstellen konnten. Ähnlich sah es beim Eisschnelllauf aus, wo Irene Schouten zwei Olympische Rekorde von Claudia Pechstein brechen konnte, die diese vor 20 Jahren in Salt Lake City aufgestellt hatte. Der Schwede Nils van der Poel konnte sich zwei neue Olympia-Rekorde und sogar seinen eigenen Weltrekord über 10000 Meter verbessern. 
Insgesamt durften die Norweger:innen mit Abstand am öftesten jubeln, denn sie holten mit 15 Goldmedaillen so viele Siege wie noch nie eine Nation zuvor bei Winterspielen. Bei den Paralympics konnte der kanadische Langläufer Brian McKeever sein insgesamt 16. Olympisches Gold mit nach Hause nehmen, womit er den Rekord des Deutschen Gerd Schönfelder einstellen konnte. Außerdem war ein erfreulicher Rekord, dass so viele Frauen wie noch nie bei den Paralympics antraten. 138 der 564 Sportler:innen waren weiblich, was zwar immer noch ein ungleiches Verhältnis, jedoch einen Weg in die richtige Richtung deutet. 

  :Henry Klur

 

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