Hört gut zu – jetzt kommt das SBR!
Für die Ohren und Euch!
Bild: Benedikt Sendlinger
Ein Konzert so wie früher - So könnte das Konzert Anfang nächsten Jahres aussehen.

Musik. Das Sinfonische Blasorchester der Ruhr-Universität Bochum (SBR) geht wieder mit tatkräftigen Lungen an den Start. Stefanie Böhmer vom SBR und ich erklären Euch, was das für Euch heißt! 

„Wir sind jetzt auf der Suche nach Musiker:innen, die einsteigen!“ ist wahrscheinlich eine der interessantesten Informationen für Euch. „Wir sind das Sinfonische Blasorchester und wir sind am Musischen Zentrum der Uni angesiedelt, genauso wie das Uni-Orchester oder der Uni-Chor sind wir ein Teil davon, nur dass wir eben keine Streicher haben, sondern rein aus Blasmusiker:innen bestehen.“ Es ist ein großes Orchester, das entsprechende sinfonische Werke aufführen kann und nicht nur die klassischen Märsche, wie man das vielleicht von Blaskapellen aus dem Heimatdorf kennt. 

Das SBR wurde 2014 gegründet mit einem klaren Ziel, nämlich möglichst vielen Menschen an der Uni, wo man mittlerweile nicht mehr Musik studieren kann, eine Möglichkeit zu geben, Musik zu machen, gibt Stefanie Böhmer an. Das war jetzt schon durch das Uni-Orchester auf der einen Seite gegeben, da kann man hingehen, wenn man gerne klassische Musik spielt und dort werden auch Seminare angeboten. Beim SBR ist das ein anderes musikalische Genre. „Wir spielen eher populärere Sachen, häufig sowas wie Filmmusik aber auch viele Originale für sinfonische Blasorchester. Das zieht viele Besucher:innen an, sieht man zumindest an den Zuschauer:innenzahlen der vergangenen Konzerte, „weil das Musik ist, die die Leute gerne hören und auch gerne spielen. Wir sind semesterweise unterwegs – wir bezeichnen uns selbst auch als Projektorchester, das heißt, jedes Semester setzen wir das Orchester komplett neu zusammen und haben einen festgelegten Probenplan mit Terminen und ein festgelegtes Programm mit entsprechenden Stücken. Anschließend können sich die Leute immer bis zu einer Deadline melden.“ 

Es gibt eine gewisse Grundbesetzung an Menschen, die seit längerem als einem Semester mitspielt. Der Dirigent achtet darauf, dass nicht zu viele Leute insgesamt teilnehmen. „Wir können jetzt nicht 20 Querflöten aufnehmen, um die Balance zwischen den Registern zu halten“. Daher sind es meistens zwischen insgesamt 65 und 80 Leuten, je nachdem, was für eine Besetzung gebraucht wird. Doch auch für Schlagwerk wie Pauken und Perkussion findet sich Platz in dem Orchester. Am Ende des Semesters werden zwei Konzerte gespielt im Audimax, wo auch geprobt wird. 

Interessierte Musiker:innen können sich jederzeit unter der Mailadresse sinfonisches-blasorchester@rub.de unter Angabe Ihrer musikalischen Vorkenntnisse melden. Sie kommen dann in eine Mailingliste, sodass Sie zu jeder Projektphase eine Einladung erhalten werden. Wenn sich zu viele gleiche Instrumente anmelden, dann werden RUB-Studierende bevorzugt, gefolgt von den Kriterien musikalische Erfahrung und Anwesenheitszeiten in den Proben. 

Falls Ihr Euch noch zu wenig vorstellen könnt, wie das SBR spielt und ob Ihr da rein passt, könnt Ihr auf YouTube (https://www.youtube.com/channel/UCd3rBCNA7ApFZ7tW-jMoBj) einiges finden, wie zum Beispiel die Aufführung des Tetris-Themas, bei der eine kleine Besonderheit auffällt. Im Hintergrund sind LED-Bildschirme, auf denen Tetris gespielt wird, welche von Mitgliedern des Orchesters selbst gebaut wurden. Bei dem Konzert lagen unter den Stühlen außerdem Klangstäbe, sodass das Publikum im richtigen Moment je nach Farbe auf dem Bildschirm im Takt an der Musik teilhaben konnte. 

:Lukas Simon Quentin