Neues Liebesdrama
Kinopremier im Premierenkino
Bild: lis
FIlmpremiere in Essen.: Der Cast von„A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“

„A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ wurde am 13. Juli in der Lichtburg Essen erstaufgeführt. Was ist in dem Spielfilm zu sehen und was sagen Regisseurin und Darstellende?  

Es war nicht die erste Premiere, die in der Lichtburg zu sehen war, und auch nicht die erste Premiere des Films selbst. Dennoch warteten am 13.06.2022 viele Menschen gespannt am roten Teppich auf die Stars des Abends. 
Das Liebesdrama „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ ist der vierte realisierte Spielfilm von Regisseurin und Drehbuchautorin Nicolette Krebitz und eine deutsch-französische Koproduktion. Die beiden Hauptfiguren Anna und Adrian werden von Schauspielerin Sophie Rois und Neuentdeckung Milan Herms dargestellt. Uraufgeführt wurde der Film auf der Berlinale 2022, er war dort nominiert für den Goldenen Bären. Nun kann er auch in den Kinos angesehen werden. 
Ein schwarzer Wagen fuhr vor. Sie waren da - Nicolette Krebitz, Sophie Rois und Milan Herms. Eifrig wurden Kameras bereitgehalten und die professionell posierenden Filmstars abgelichtet. Vor einer Fotowand wurde das Ganze wiederholt. Die Besuchenden hatten derweil schon im großen Kinosaal Platz genommen. 

Der Film startete und damit eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Anna, eine alternde ehemalige Schauspielerin, nimmt widerwillig den Job als 

Sprechlehrerin eines jugendlichen Waisenjungen an. Obwohl sie diesen als einen Taschendieb wiedererkennt, gewinnt sie den jungen Mann gern. Auch Adrian verliebt sich in seine Lehrerin. Er klaut ihr Geschenke und versucht, ihr näherzukommen. Nachdem er sogar des Nachts auf der Straße vor ihrer Haustür liegt und laut nach ihr ruft, gibt Anna schlussendlich nach und lässt ihre Gefühle zu. Damit beginnt für beide ein großes Abenteuer. Insgesamt kam der Film mit sehr wenigen Darstellenden aus und bot eindrucksvolle Bilder. 

Regisseurin Nicolette Krebitz erklärte im nach dem Film erfolgenden kurzen Gespräch auf der Bühne, dass es im Film versteckte Hinweise auf französische Filme der 60er/70er-Jahre gebe. Zu dieser Zeit hätten sich Frauen in die Welt aufgemacht und frivole Dinge getan, dabei aber ihre Würde behalten. Laut Sophie Rois ist Annas Tugend die Arroganz. Sie und ihr Schüler seien beide arrogant und eroberten sich somit ein Stück Leben. Der Film zeige auf elegante Weise, wie sie auf die Verhältnisse pfiffen. Milan Herms verriet über seinen Charakter Adrian, dass dieser viele Ängste habe und daher Distanz zu seiner Umwelt wahre. Beim Dreh habe er daher Selbstwertprobleme zulassen müssen. Anna sei nicht nur Sprechlehrerin, sondern auch Adrians Lehrerin in Arroganz, Selbstwert und Außenseitertum. 

Es ist ein künstlerischer Film, der vielfältige emotionale Reaktionen bei den Zuschauenden wecken kann. Nicht nur die außergewöhnliche Beziehung der beiden Hauptfiguren, auch die kleinen liebevollen Details bleiben im Gedächtnis.                 

 

  :Alissa Wolters

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