RVR beschließt, Radwege in Bochum auszubauen
Mehr zertifizierte Radwege für Bochum
Karte: Lencer / Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)
Von der Quelle der Ruhr über Stiepel zur Mündung in Duisburg: Teile des Ruhrtalradweges sollen in Bochum verlegt und verbessert werden. Karte: Lencer / Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)
Von der Quelle der Ruhr über Stiepel zur Mündung in Duisburg: Teile des Ruhrtalradweges sollen in Bochum verlegt und verbessert werden.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat beschlossen, zwei Fahrradrouten durch das Ruhrgebiet umzugestalten. Im Bochumer Norden von Hordel bis Gerthe sowie im südlichen Stadtteil Stiepel werden der Emscher-Park-Radweg, die Route der Industriekultur per Drahtesel, und der Ruhrtalradweg umgebaut, sodass Bochum demnächst knapp 20 Kilometer mehr zertifizierte Fahrradwege erhält.

Mit dem Umbau der Trassen im Norden der Stadt werden „verschiedene Lückenschlüsse zu schon bestehenden Radwegen geschaffen“, sagt Martina Foltys-Banning, Bochumer Ratsfrau für die Grünen und Mitglied im Planungsausschuss des RVR in einer Pressemitteilung. „Auch in Hinblick auf die zunehmende Bedeutung von E-Bikes soll durch die Verbreiterung der Standard für eine touristische Radwanderroute erreicht werden“, so die Politikerin weiter.

Meinung

Auch wenn der geplante Umbau nicht das direkte Umfeld der Uni betrifft, sondern wie in diesen Fällen eher touristische Ziele hat, finde ich jeden Vorstoß, eine Stadt fahrradfreundlicher zu gestalten, total stark. Denn wenn die Infrastruktur erst einmal was taugt, dann werden die faulen LuftverpersterInnen merken, dass man auf manchen Strecken das Auto getrost mal stehen lassen kann. 

 

Weitere Baustellen offen

Im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW wurden aber auch Entscheidungen getroffen, die Bochums Ruf, nicht fahrradfreundlich zu sein, weiterhin untermauern. So berichtet Foltys-Banning: „Im Programm ‚Radwegebau an bestehenden Landesstraßen‘ ist auch ein Rad- und Gehweg am Bövinghauser Hellweg vorgesehen. Als Ratsmitglied aus dem Bochumer Norden bedaure ich es sehr, dass dieser Radweg in der Prioritätenliste nur auf Platz 19 aufgeführt und damit in absehbarer Zeit nicht gebaut wird.“

Auf kommunaler Ebene wird derzeit diskutiert, wie man den Opelring „nach Opel“ fahrradfreundlicher gestalten könnte, berichtet der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub). Die Renovierung des Opelrings steht 2017 an, der Fahrradverband sieht allerdings große Schwachstellen in der bisherigen Planung.

:Marek Firlej

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