RUB-Stdentin veröffentlicht neuen Roman
Sex and the Mordor
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Hat einen neuen Roman geschrieben: Die RUB-Studentin Caroline Königs, hier mit ihrem vorherigen Buch. Bild: :bsz-Archiv
Hat einen neuen Roman geschrieben: Die RUB-Studentin Caroline Königs, hier mit ihrem vorherigen Buch.

Lesung. Am Donnerstag bei der offenen Bühne im Café Treibsand hat RUB-Studentin Caroline Königs aus ihrem neusten Roman vorgelesen.

Jeden ersten Mittwoch im Monat kann man im Café Treibsand die offene Bühne für die eigene Kunst oder das Kunstinteresse nutzen. Diesen Monat ergriff Komparatistik-Studentin Caroline ihre Chance und las aus ihrem ersten Groschenroman „Flirten bis zum Ehrering“. Es geht um eine Kreuzung aus Bilwissmenschen und Orks: Uruk-Hai. Uruk ist eine schüchterne, junge Frau in New York, die auf der Suche nach der großen Liebe ist. Um ihr einen Anstoß zu geben, meldet ihre beste Freundin sie bei einem Flirtkurs an. Dort entdeckt sie ihren Schwarm wieder und die beiden kommen sich näher.
„Ich habe eine Uruk-Hai-Figur, der ich gerne Frauenkleider anziehe und sie alberne Dinge auf Facebook posten lasse“, so die Autorin. Doch wie genau sie auf die Idee kam, über ihr Spielzeug eine Geschichte zu schreiben, weiß sie selbst nicht so genau: „Ich bin einfach aufgewacht und wusste plötzlich, dass es einen Groschenroman mit einem geschlechtsumgewandelten Halb-Ork auf dieser Welt geben sollte.
Um zu erfahren, was an dem Trend dran ist und vor allem, um ihn kritisch zu hinterfragen, habe sich Königs letztes Jahr „50 Shades of Grey“ durchgelesen. „Ich war sehr entsetzt davon, welches Frauenbild dargestellt wurde. Diese negative Leseerfahrung hat mich tief bewegt und hat mich nicht mehr losgelassen.“ Als ihr die Idee zu dem Uruk-Hai-Roman kam, habe sie sich weitere Groschenromane durchgelesen. Da es die Satire eines Groschenromans ist, sei es ihr wichtig, den Stil genau nachzuahmen. „Ich habe viele Motive, Figurentypen und stilistische Mittel von den Groschenromanen übernommen.“
Spätestens am 26. und 27. April 2019 könnt Ihr im Musischen Zentrum wieder etwas von Uruks Flirts hören und sogar sehen, denn die kürzlich zusammengeschlossene Theatergruppe „Artsy Fartsy Ficki Facki“ wird unter anderem eine Lecture Performance von einem Teil des Romans aufführen. „Es wird viele spannende, weitere sowohl anstößige als auch dafür umso mehr unterhaltsamere Beiträge geben.“

:Katharina Cygan