Engagieren, Studieren, Neue Leute kennenlernen: Erasmus ist mehr als nur Party
Zu Hause andere Kulturen entdecken
Foto: Markus Lutter
Welcome to Bochum: Die Gesichter von ESN auf der Uni-Brücke. Foto: Markus Lutter
Welcome to Bochum: Die Gesichter von ESN auf der Uni-Brücke.

Wie heißt es so schön? Andere Länder – andere Sitten. Wer gerne diese kennenlernen möchte, reist durch die Welt. Im September trudelten die Austausch-Studis aus der ganzen Welt zu uns an die RUB ein. Damit sie auf ihrem Weg nicht alleine sind, kümmern sich die ehrenamtlichen Mitglieder des Erasmus Student Network (ESN) um sie. 

Erasmus ist die größte Austauschorganisation für Studierende, die innerhalb Europas studieren möchten. Erfahrungsgemäß sind die TeilnehmerInnen so begeistert von ihren Auslandsaufenthalten, dass sie auch wieder an ihrer eigentlichen Uni nicht den Kontakt zu den Studis im Ausland verlieren möchten. Sie können sich somit ehrenamtlich beim ESN einbringen.

Was ist ESN?

Ehrenamtlerin und Spanischstudentin Camilla Szymanski erklärt: „ESN ist die größte Studentenorganisation Europas. Das Netzwerk wurde  1990 gegründet, um den Austausch von Studierenden zu unterstützen und weiterzuentwickeln.“ ESN sei an mittlerweile mehr als 430 Hochschulen in 37 Ländern vertreten. Das Netzwerk hat etwa 13.500 aktive Mitglieder und über 15.000 sporadische HelferInnen, die in vielen Sektionen als sogenannte „Buddys“ internationale Studierende unterstützen. Somit involviere ESN rund 29.000 junge Menschen, die sich um etwa 180.000 internationale Studierende jedes Jahr kümmern, dabei werden drei Ebenen abgedeckt: lokal, national, und international – ob nun in der Heimatstadt, in Deutschland oder ganz Europa.

Es wird nicht nur gefeiert ...

Markus Lutter, ehrenamtliches Mitglied seit über 15 Jahren, sagt: „Wir opfern unsere Freizeit für Menschen, die wir nicht kennen, damit sie eine schöne Zeit in Bochum haben.“ Dabei geht es nicht nur um die berühmten Welcome-Partys, von denen die nächste am 16. Oktober stattfinden wird. Besonders soziale Projekte rücken immer mehr in den Vordergrund des Netzwerks, ob Vorlesen im Seniorenheim oder der Einsatz für eine barrierefreie Uni – kein Projekt scheint zu groß oder zu klein zu sein. 
 
Deutschland unterstützt das Netzwerk nicht so stark wie andere Länder, zum Beispiel Polen. Dies führt dazu, dass nicht so viele soziale Projekte möglich sind. „ESN Krakau hat eine größere finanzielle Unterstützung vom Staat, als wir hier in Deutschland, daher können sie sich auch leisten, einen ESN Wald zu pflanzen“, erklärt Markus. Alle Erasmus-Studis in Krakau können bei der Bepflanzung des Waldes mithelfen. 
 
Zurzeit sucht das ESN-Büro nach einem neuen Praktikanten oder einer neuen Praktikantin, das Praktikum kann mit zehn Credit Points im Optionalbereich angerechnet werden. Informieren könnt Ihr Euch auf bochum.esn-germany.de.
 

INFOBOX

Mithilfe des Erasmus-Programms können Studierende bequem für ein Jahr eine ausländische Universität besuchen. Erasmus ist ein Programm der Europäischen Union mit einem jährlichen Budget von 450 Millionen Euro, das an die Hochschulen verteilt wird. Dabei kann jede Hochschule selbst entscheiden, wie sie mit den Geldern umgeht. Unsere Ruhr-Universität möchte möglichst vielen Studierenden die Chance geben, einen Erasmus-Aufenthalt zu absolvieren. Daher fällt die finanzielle Unterstützung meist kleiner aus als bei anderen Unis, die lieber weniger TeilnehmerInnen aufnehmen und dafür eine höhere finanzielle Unterstützung bieten. 
 
An einem Erasmus-Aufenthalt können an der RUB  vollimmatrikulierte Studierende ab dem 3. Studiensemester teilnehmen. Allen Studis stehen im Bachelor, Master und während der Promotion jeweils zwölf Monate Erasmus-Förderung zu. Über die Anrechnung von im Ausland belegten Kursen entscheidet jede Fakultät individuell mit Euch Studis. Weitere Infos findet Ihr auf international.rub.de.