Augustina Berger (gust)

Studie. Eine Priorität seit Beginn der Pandemie ist der Schutz der älteren Generationen. Ge-rade jetzt, mit dem Beginn der Impfungen, haben viele Menschen Meinungen und Ansichten, was für die älteren Generationen das Beste sei. Doch die Generation für sich selbst reden zu lassen, wird bisher außer Acht gelassen. Das möchte jedoch ein studentisches Team des Op-tionalbereichs der RUB mithilfe einer Umfrage ändern. Das Projekt „Eine Stimme aus dem Altenheim“ fragt mithilfe einer Studie nach den Themen, die die ältere Generation in Alten-heimen beschäftigt. Die 62 Fragebögen sind bewusst offen formuliert, damit jede:r Teilneh-mer:in so viel schreiben kann, wie er:sie will. Die Studie fragt danach, wie der Alltag durch die Corona-Pandemie verändert wurde und welche Auswirkungen die Kontaktbeschränkun-gen für die Bewohner:innen haben. Aber auch fragt die Studie nach anderen Themen, die die Bewohner:innen im Jahr 2020 besonders bewegt haben. Die Umfrage findet in den ersten zwei Februarwochen dieses Jahres in fünf Senior:innenwohnheimen in Bochum und Umge-bung statt. Das Projektteam setzt sich zusammen aus Daniel Ruhmöller, Elena Schneider, Sophie Lohkamp, Angin Kuriewicz und Anna Petcheeva. Das Ziel der Umfrage ist eine künst-lerische Ausstellung. „Mit dem Projekt wollen wir so auch die Verallgemeinerung durchbre-chen, da im öffentlichen Diskurs zwar oft über die Bewohnenden als Gruppe gesprochen wird, sie jedoch nur selten zu Wort kommen“, so Ruhmöller. 

:gust

Anti-Antifa?

NRW. Mit einem neuen Gesetzesentwurf der SPD könnte das Land NRW bald vielleicht ein eigenes Versammlungsgesetz bekommen. Schützt dieses Gesetz Demonstrierende oder nimmt es eher die Demonstrationsfreiheit?  

Impfungen. Seit dem 15. Dezember letzten Jahres ist das Impfzentrum im Bochumer RuhrCongress betriebsbereit. In den insgesamt sechs bis acht Impfstraßen können pro Tag 1.000 bis 1.600 Menschen geimpft werden, in einem Monat sogar bis zu 50.000 Menschen. Eine Impfstraße hat die Kapazität von 150 Impfungen am Tag. Allerdings werden zunächst nur maximal vier der acht Impfstraßen bei Eröffnung des Zentrums in Betrieb genommen. Der Start für die Terminvergabe des Bochumer Impfzentrum ist für Montag, den 25. Januar, geplant und kann auch eingehalten werden, trotz der aktuellen Lieferschwierigkeiten. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) arbeitet derzeit an einem speziellen Terminmanagementsystem, damit nicht nur telefonisch Termine vergeben werden können, sondern auch online. Natürlich bisher nur an die Menschen, die unter die Priorisierungsgruppe der höchsten Priorität fallen. Jedoch wurde der offizielle Start des Impfzentrums auf Montag, den 8. Februar, verschoben. Der eigentliche Start war für den 1. Februar geplant. Grund dafür ist der Lieferengpass der Firma BioNTech/Pfizer. Am 19. Januar wurde bekannt gegeben, dass keine der bestellten Impfdosen für das Land Nordrhein-Westfalen geliefert werden könnte. Daraufhin stoppte das Bundesland beginnend am Mittwoch, den 20. Januar, jegliche Erstimpfungen. Nun warten tausende Menschen - Ärzt:innen, Pfleger:innen sowie Seniorenheimbewohner:innen - auf ihre
Impfungen. Und das in ganz NRW.     

:Augustina Berger 

Ein Gewinn für jüdische Familien

Raubkunst. Der Fund von fast 1.500 Kunstwerken des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt 2013 beinhaltete Raubkunst aus der NS-Zeit. Jetzt wurden alle Werke wieder an die eigentlichen Besitzer:innen zurückgegeben.  

Neuroanatomie. Den Forscher:innen der RUB ist ein Durchbruch in der Neuroanatomie gelungen. Im Rahmen ihrer Promotion an der Medizinischen Fakultät entdeckten Marie Sanders und ihr Team eine neue Eigenschaft des Inudsium griseum, der auf Deutsch „grauer Schleier“ bedeutet. Wie sich herausstellt, ist er eine gesonderte Unterregion des Hippocampus mit eigener Identität. Zuvor dachten Forscher:innen, dass der graue Schleier im Laufe der Entwicklung bestimmter Unterregionen des Hippocampus entsteht. Dadurch wäre der Schleier nur ein ausgelagerter Teil und hätte keine eigene Identität. Doch anhand Untersuchungen der Proteinexpressionen konnten die Wissenschaftler:innen der RUB das Gegenteil beweisen. Da die Proteinverteilung im Indusium griseum der des Gyrus dentatus, einer weiteren Unterregion des Hippocampus, abweicht, beweist dies, dass der graue Schleier nicht zu der Unterregion Gyrus dentatus gehören kann, wie zuvor angenommen. Die Studie wurde am 12. Januar 2021 in der Zeitschrift „Frontiers in Cells and Developmental Biology“ veröffentlicht und bedeutet einen weiteren Schritt in der Erforschung des Hippocampus. Der Hippocampus ist zuständig für das Kurzzeitgedächtnis und die räumliche Navigation, doch was die funktionelle Bedeutung seiner Unterregion Indusium griseum ist, muss noch weiter erforscht werden. Bekannt ist, dass die Neurone besonders resistent sind gegen neurodegenerative Krankheiten. Dadurch eröffnet die Erkenntnis für weitere Forschungen im Hinblick auf neurodegenerative Erkrankungen        

:gust

Lehren daheim, allein

Interview . Wie gehen Lehrende mit den Tücken der Onlinelehre um? Wie hat sich die Forschungsarbeit verändert? Diese Fragen beantwortet uns die Doktorandin Sara Ayhan. Sie promoviert in der Logik, einen Teilbereich der Philosophie und ist Teil der Arbeitsgruppe Logic in Bochum.

Quatsch mit Soße

Kommentar.Twitter löscht Donald Trumps Account – und damit auch mehr als 70.000 Konten, die Ideologien der Bewegung QAnon verbreiten. Doch was steckt genau hinter Q, QDrops und dem deep state?

Geisteswissenschaften von morgen

Onlinekonferenz. Der Digital Humanities Day findet dieses Jahr zum dritten Mal an der RUB statt – und zum ersten Mal digital. 

 

Goodbye UK

Brexit. Nach fast fünf Jahren ist es soweit – das Vereinigte Königreich tritt aus der EU aus. Das hat allerdings auch Konsequenzen für Studierende. 

Studie. Wie lässt sich trotz der Corona-Pandemie wieder Zufriedenheit und Glück ins Leben bringen? Wieso kann ich die positiven Dinge im Alltag nicht mehr genießen? Mit diesen Fragen möchte sich das Team aus Studierenden und Psycholog:innen um Svenja Schaumburg auseinandersetzen. Für ihre Studie sucht das Team 150 Freiwillige ab 18 Jahren, die mental gesund sind. Die Studie untersucht, ob Online-Gruppentrainings das psychische Wohlbefinden verbessern können. Am
6. Februar 2021 geht es los: das erste Gruppentraining findet statt. Dort werden die Proband:innen in eine von drei Gruppen aufgeteilt. Abhängig davon, in welche Gruppe man eingeteilt wird, werden an drei verteilten Zeitpunkten Fragebögen ausgefüllt. Am
7. August 2021 findet dann das zweite Training statt. Die angewendeten Trainingsmethoden sind bereits etabliert, finden jedoch nun zum ersten Mal unter anderen Rahmenbedingungen statt. Eine der Methoden thematisiert Techniken durch die man sich seiner eigenen Stärken und wie man diese nutzen kann bewusstzuwerden versucht. Ziel dieser Technik ist es, die schönen Dinge im Alltag wahrzunehmen. Das zweite Training beschäftigt sich mit negativen Gedanken, die teilweise ganz automatisch auftreten. Jedoch geht es nicht darum, diese Gedanken zu unterdrücken, vielmehr ist das Ziel dieses Trainings diese Gedanken wahrzunehmen und zu analysieren. Falls diese Studie Euer Interesse geweckt hat und Ihr teilnehmen wollt, könnt Ihr Euch unter dieser E-Mail-Adresse anmelden:
fbz-positive-psychologie@rub.de.       

  :gust

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