Jan-Krischan Spohr (kjan)
Ein lang verschwiegenes Massaker

Kolonialgewalt. Das Massaker von Paris, welches wohl 200 Menschen das Leben kostete, jährte sich am vergangen Sonntag erneut. Doch erst seit einigen Jahren wird sich überhaupt daran erinnert.

 

Hochschulball. Nach einer zweijährigen Pause lädt das Akademische Förderungswerk Bochum wieder ein: der 21. Hochschulball soll am 2. April 2022 stattfinden. Im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wurde der Ball 2020 sowie 2021 abgesagt. Sollte es die Entwicklung der Pandemie bis dahin also zulassen, wird wieder glamourös in der Mensa gefeiert – mit allem, was dazu gehört. Das war in den letzten, mittlerweile 20 Ausgaben der Gala ein großes, abwechslungsreiches Buffet, Live-Musik, Kabarett und Comedy sowie ein einfach einmaliges Zusammentreffen von Hochschul- sowie lokaler Prominenz. Alles mit mitternächtlichem Currywurst-Snack und abschließendem Feuerwerk – Die klassische Kombination aus Kult und Kitsch. Wer sich also in Schale werfen will, und diese Gelegenheit auf keinen Fall verpassen darf, sollte sich darauf einstellen sehr konzentriert vor dem Bildschirm zu sitzen: Die Tickets, welche ab dem 1. Dezember um 11 Uhr erhältlich sein werden, waren in den letzten Jahren schon in wenigen Minuten ausverkauft. Genaue Preise für die Tickets wurden noch nicht veröffentlicht, jedoch sind die Tickets für Studierende üblicherweise rabattiert. Tickets findet Ihr, sobald es so weit ist, unter hochschulball.de.                                                                         

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Wenn die Polizei sich in Räume zwängt, in die sie nicht gehör

Kommentar. Die Unileitung blockiert Veranstaltungen, Polizei spaziert in Hörsaale. Ein weiteres Kapitel im langen Buch des Polizeiproblems, nicht nur in Leipzig, nicht nur in Sachsen.

 

Alles wieder beim Alten? Unsere übliche Seite 7 gehörte nun für viele Monate zu den Dingen, die seit der Pandemie einfach anders sind. Kein Speiseplan, keine Termine, kein nach:gehört, nach:geschaut und so weiter. Und jetzt? Jetzt geht es langsam wieder zurück dahin, was Ihr schon seit ein paar Jahren von uns kennt! Ab dieser Ausgabe bekommt Ihr bei uns wieder die aktuellen Speisepläne der bereits geöffneten Cafeterien und Mensen an der Ruhr-Uni und könnt sehen, worauf Ihr Euch kulinarisch freuen könnt – und an welchen Tagen Ihr vielleicht lieber etwas von zuhause mitnehmt. Ebenso werdet Ihr wieder jede Ausgabe Tipps für die besten und heißesten Termine in der Umgebung kriegen. Konzerte, Vorträge, Lesungen, Sport? Unsere Redakteur:innen erzählen Euch, was so geht und eine Woche später dann, wie es so war. Und, wenn die Sterne es gut mit uns meinen, könnt Ihr uns bald auch wieder gedruckt in der Hand halten!
Denn was wäre ein Präsenz-Semester ohne die :bsz?

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Kriminalität. Laut einer Meldung der Bochumer Polizei gab es am 7. Oktober um 2 Uhr einen lauten Knall am Uni-Center auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Ruhr-Universität. Drei Geldautomaten im Selbstbedienungsraum der Sparkasse wurden gesprengt, und sowohl der Raum als auch umliegende Geschäfte stark beschädigt. Ob Geld erbeutet wurde, ist bisher nicht bekannt, und die Polizei fahndet nach mehreren, nicht näher beschriebenen Täter:innen. Die Decke und Wände der nach dem Vorfall gesperrten Unterführung wurden bei der Explosion ebenso beschädigt wie das benachbarte Restaurant Burger Brothers. Die Statik des Gebäudes sei nicht beeinträchtigt, jedoch ist es weiterhin unklar, wie groß der Schaden ist und wie lang die Reparaturen dauern werden. Wer Geld abheben muss, kann stattdessen die Geschäftsstelle Hustadt, Auf dem Backenberg 3, nutzen. Wer etwas gesehen oder gehört hat, und sachdienliche Hinweise zu den Täter:innen hat, soll sich unter 0234/909-4135 bei der Polizei melden.                   

 
Hallo neues Semester!

Only 90s kids will remember... ...den Campus der Ruhr-Universität. Das Gefühl hatte man in den Monaten seit März 2020 nicht selten. Viele neue Studierende waren nie auf dem Campus, und wenn, dann haben sie ihn als geisterhaften Ort der Stille wahrgenommen – ruhig genug für Uhu-Küken (:bsz 1253). Jetzt gibt es erstmals wieder die Aussicht auf ein längerfristig funktionierendes Hybridsemester, das nicht nach wenigen Wochen wieder eingestampft wird, und sowohl Erstis als auch alle anderen haben wieder die Gelegenheit den Campus zu erkunden und zumindest einen Vorgeschmack zu kriegen, wie das Unileben mal aussah. Ich habe mich für Euch auf die gefährliche Reise Richtung Ruhr-Universität gemacht, und mich in der ersten Woche des neuen Semesters mal umgeschaut, wie es auf dem Campus aussieht, und wie es sich anfühlt, wieder über einen belebteren Campus zu laufen.

 
Neuer Streit zur Erinnerungskultur

Kommentar. Kolonialverbrechen und Holocaust, wie stehen sie in Verbindung zueinander, und ist ein solcher Vergleich überhaupt zielführend, sinnvoll oder gar grundlegend relativierend und antisemitisch? Solche Fragen werden beim Historikerstreit 2.0 diskutiert.

 

 Aktuelles. 

• Ob in Präsenz oder im Netz, einige Veranstaltungen stehen in den kommenden Wochen wieder an. Wer Lust auf Poetry Slam hat, kommt am 13.10. um 19 Uhr auf seine:ihre Kosten: Die Fachschaftsräte Germanistik und Komparatistik organisieren einen Youtube Livestream. Mehr Infos hier
instagram.com/slam.it.away/

• Ab diesem Oktober gibt es ein neues Anruf-Sammel-Taxi. Die Linie AST 72 fährt montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr die Haltestellen Ruhr-Universität, Markstraße und Laer-Mitte an. Unter der Nummer 0234/33300333 könnt ihr das AST rufen. Die Fahrt kostet 2,90 Euro (2,30 Euro mit Zeitfahrausweis, beispielsweise Semesterticket).

• Ab dem 5. Oktober öffnet die Kaffeebar in der Mensa wieder. Nach langer Pandemie-Pause ist dies ein weiterer Schritt zur Wiedereröffnung der Gastronomie-Angebote des AKAFÖ an der Ruhr-Universität. Genaue Öffnungszeiten findet ihr unter
akafoe.de/gastronomie/oeffnungszeiten/.

• Am 6. November findet eine Exkursion zum Haus der Geschichte Bonn statt – organisiert von den International Student Services. Ab dem 11. Oktober könnt ihr euch hier einen Platz reservieren. Nach dem Besuch des Museums haben die Teilnehmer:innen noch Zeit, um die Stadt zu erkunden. Die Kosten betragen 3,50 Euro (3,00 Euro mit ESN Card) und für die Teilnahme gelten die üblichen 3G-Regeln.

:kjan

Clubs auf, aber mit Bedingungen

Nachtleben. Seit einigen Wochen dürfen die Clubs wieder öffnen. Kurzfristig wurden die Maßnahmen jetzt zum 1. Oktober noch mal gelockert. 

Neue Plattform jetzt aus der Beta - Phase

Onlinelehre. Ein neues Online-Portal, dass sowohl Studierenden als auch Lehrenden eine Vielzahl neuer, digitaler Angebote bieten soll, ist jetzt offiziell eröffnet worden.

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