Leon Wystrychowski (lewy)
Giftmischer und Heiler in einem

Aufarbeitung. Die Uni Jena hat in den 1990ern einen Nazi-Arzt geehrt, nur um ihn 25 Jahre später wieder zu entehren. 

Ausstellung. Der heutige Iran liegt größtenteils auf einem Hochplateau, das sich bis zu 1.500 Metern über dem Meeresspiegel befindet. Zugleich ist es seit langem Schnittstelle zwischen Mesopotamien und der Arabischen Halbinsel, dem Kaukasus und dem indischen Subkontinent. Zugleich hat das Land eine Geschichte, deren Wurzeln weit vor die Regentschaft des Achämenidenkaisers Xerxes zurückreichen. Von 40.000 Jahren spricht die Ausstellung „Das iranische Hochland: Resilienz und Integration in vormodernen Gesellschaften“, die seit dem 8. Juni im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum zu sehen ist. Die Ausstellung findet im Zusammenhang mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten gleichnamigen Projekt statt. Dieses wird koordiniert von der Ruhr-Universität Bochum, der Freien Universität Berlin, dem École pratique des hautes études und dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Teheran. Verantwortlicher Sprecher ist Thomas Stöllner, Experte für Ur- und Frühgeschichte sowie Montanarchäologie, der an der RUB und für das Bergbau-Museum arbeitet. Das Forschungsteam geht der These nach, „dass das Zusammenspiel von sich stark wandelnden äußeren Bedingungen mit tief verankerten kulturellen Krisenbewältigungsmechanismen zu multiplen Hochland-Lebenswelten führten, die für unterschiedlichste Lebensformen eine Anbindung erlaubten“. Angegliedert ist auch die Sonderausstellung „Tod im Salz. Eine archäologische Ermittlung in Persien“ die sich den Salzmännern von Zanjan widmet.

         :lewy

Kein Geld für Bildung und Gesundheit

NRW. Der Investitionsstau an den Hochschulen, Unikliniken und Studiwohnheimen in NRW beträgt mehr als 12,5 Milliarden Euro.

Nach mehr als 100 Jahren keine Gerechtigkeit

Kommentar. Die Bundesrepublik gesteht den Völkermord an den Herero und Nama zögerlich ein – und will sich noch immer vor den Konsequenzen drücken.

20 Jahre zu viel

Kommentar. Die Taliban sind keine „Freiheitskämpfer“ – trotzdem ist die Vertreibung der Besatzer:innen richtig. 

Never ending Story?

Europas längster Konflikt  

Seit fast 1000 Jahren kämpfen die Ir:innen um ihre nationale Selbstständigkeit, seit weniger als 100 Jahren ist ein Großteil Irlands unabhängig. Der Brexit lässt die Spannungen im weiterhin unter britischer Herrschaft stehenden Nordirland wieder aufbrechen.  

Wenn's um Geld geht...

Sparkasse. Laut einem Bericht von 2018 legt die Sparkassentochter Deka Geld von Kund:innen in Rüstungsunternehmen an – auch in Bochum? 

Zwischen Verortung und Exotisierung

Interview. Die Fachschaft Orientalistik und Islamwissenschaft veranstaltet am 20.5. einen Vortrag mit der irakischen Künstlerin Havin Al-Sindy. :bsz hat im Vorfeld mit ihr und mit Rana El Kabbout vom Fachschaftsrat gesprochen. 

Neoliberalismus sozial verpackt

Studiengebühren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung will Studiengebühren wieder salonfähig machen und argumentiert mit Sozialverträglichkeit.

 

Nein zur Hetze

Kommentar. Nach 17 Jahren beobachtet der Verfassungsschutz jetzt den islamfeindlichen Blog PI-News.

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