Marek Firlej (mar)
Doctor Who the f…
Der DeLorean: Cooler als eine Notrufzelle. Illustation: ck

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

lassen Sie sich von uns entführen auf eine Reise durch die Zeit (durch den Raum bewegen wir uns nur innerhalb der Grenzen des Campusgeländes). Auf diesen Seiten erleben Sie die Historie der ältesten deutschen Studierendenzeitung in ihrer ganzen vielfältigen optischen Pracht. Auf den Seiten, die dieser Doppelseite vorangingen, und denen, die ihr folgen, setzen wir die Zeitreise mit Mitteln des Textes und weiteren Bildern fort. Wenn Sie nun aber einwenden: „Das ist aber keine richtige Zeitreise, da fehlt die blaue Polizeizelle!“, dann sage ich: „Halt’s Maul!“

1000 Ausgaben und ein bisschen Feedback
BSZ besitzt Bordell! (:bsz-Archiv)

Meist verlässt eine Reaktion zu einem Artikel nicht die Köpfe der Lesenden. Manchmal sprechen die Menschen miteinander über das Medium. Und ganz, ganz selten wenden sich LeserInnen an die Zeitung und sagen der Redaktion ihre Meinung zu Artikeln, Themen oder  AutorInnen. Das ist auch bei der :bsz nicht anders. Spannend dabei ist, wie sich die LeserInnenkommunikation in knapp 50 Jahren gewandelt hat – und was gleich geblieben ist.

Diës und das

Täglich sterben rund 130 Tier- und Pflanzenarten auf dem Planeten aus, schätzen WissenschaftlerInnen. Nicht nur in den Regenwäldern, wo aggressiver Raubbau betrieben wird, sondern auch in Deutschland sind viele Arten bedroht.

Vergangenen Sonntag wurde in Bochum erstmals der Dr. -Otto-Ruer-Preis des Freundeskreises Bochumer Synagoge e. V. verliehen. Der Wettbewerb richtet sich an Schulprojekte in Bochum, Herne und Hattingen, die sich mit dem Judentum befassen; Arbeitsthema der Projekte war „Jüdisches Leben heute“. Der erste Preis ging an eine Realschule aus Hattingen.

Seit Montag, 12. Mai, sind Karten für das Kulturfestival „Extraschicht – Die lange Nacht der Industriekultur“ am 28. Juni erhältlich.

Von zurückgekaufter Kindheit, Musik auf dem Game Boy und Genderdebatten
„Die Game-Boy-Kamera ist das einzige offizielle Musikprogramm für den Game Boy, taugt aber nichts“: Retro-Computer-Musiker Tronimal erklärt, wie man auf dem Game Boy Musik machen kann – und wie besser nicht. Foto:  mar

HeldInnen aus 256 Bildpunkten statt aus 100.000 Polygonen, Musik auf vier Tonspuren statt vom London Philharmonic Orchestra: Retro-Computer- und Videospiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Role Play Convention 2014: Kommerz und Leidenschaft, analog und digital
Willkommen in der Festung des Wahnsinns: Auf der RPC in Köln per Du mit dem Erzengel Tyrael. Foto : mar

Chewbacca ist ein zwei Meter großer Wookie. Trotzdem lebt er auf dem Planeten Erde mit lauter kleinen Menschen. Ergibt keinen Sinn? Wenn in Köln Wookies auf Ents treffen, mittelalterliche Hellebardiere an der Endzeit teilhaben und Erzengel mit Piraten eine Zigarette rauchen, dann kann es dafür nur eine Erklärung geben: Europas größte Rollenspielmesse, die Role Play Convention, kurz RPC, hat wieder ihre Pforten geöffnet. Am 10. und am 11. Mai strömten über 40.000 Menschen in die Koelnmesse, um zu erleben, was es Neues in gleich Dutzenden von Welten gibt.

Das Periodensystem ist nun offiziell um ein Element reicher: Das radioaktive Element 117 wurde bereits 2010 erstmals in Russland hergestellt, doch für die Aufnahme ins Periodensystem braucht es eine Bestätigung durch eine andere ForscherInnengruppe.

In Istanbul haben am 29. April Bundespräsident Joachim Gauck und der türkische Staatspräsident Abdullah Gül die Türkisch-Deutsche Universität (TDU) feierlich eröffnet.

Erste wissenschaftliche Arbeit über PfandsammlerInnen erhellt eine Sozialfigur
Einkaufswagen als Arbeitsgerät: Auch unter PfandsammlerInnen gibt es unterschiedliche Grade der Professionalisierung. Illustration: mar

Seit einigen Jahren gehören sie zu einem Fußballspiel wie die Fangesänge, zu einem Festival wie das Bier, zum Gelände vor dem Eingang der Disko wie die Türsteher; man trifft sie in jeder deutschen Großstadt auf ihren Routen, in Bochum auch an der Uni und im Bermudadreieck: Die Rede ist von PfandsammlerInnen, denjenigen Menschen, die für acht Cent öffentliche Mülleimer durchwühlen. Der Soziologe Sebastian J. Moser hat sich dieser „urbanen Sozialfigur“ erstmals ausführlich wissenschaftlich angenommen. Das erstaunliche Ergebnis seines im März erschienen Buches „Pfandsammler“, das auf seiner Dissertation basiert: Geld ist nicht das einzige Motiv der SammlerInnen, nicht einmal das wichtigste.

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