Marek Firlej (mar)

Mit Wirkung zum 1. Juli ist Kroatien als 28. Mitglied in die Europäische Union aufgenommen worden. In den deutschen Medien fielen im Vorfeld Schlagworte wie „nächster Pleitestaat“ (tagesschau.de). Die kroatische Regierung und VertreterInnen der EU hingegen äußerten sich zuversichtlich über den Beitritt des Balkanstaates.

Andauernde Demonstrationen in Bosnien und Herzegowina
Gliederung Bosniens und Herzegowinas (Stand 2005). Karte: Wikimedia Commons / Wolpertinger

Weil eine Verwaltungsreform nicht auf den Weg gebracht wurde, können kranke Kinder nicht für Operationen ins Ausland. Weil das nicht geht, gingen die Menschen in Bosnien und Herzegowina auf die Straße. Zurzeit ruht die „Babylution“, das Parlament in Sarajevo hat bis zum 30. Juni Zeit, das fragliche Personalkennnummerngesetz zu verabschieden, sonst gäbe es wieder Demonstrationen, so die Drohung der Protestierenden.

Die interessantesten Kulturprojekte beim Sparkassen-Voting
Sparkassen-Aktion füllt leere Künstlerkassen in Bochum. Foto: mar
Anlässlich ihres 175-jährigen Bestehens zeigt sich die Sparkasse Bochum spendabel: 175 Bochumer Projekte, Vereine und Initiativen werden mit je 1.750 Euro unterstützt. Wer die Förderung erhält, wird größtenteils über eine Online-Abstimmung bestimmt. Noch bis zum 7. Juli habt Ihr die Möglichkeit, einmal täglich für Euren Favoriten in der Kategorie „Kunst & Kultur“ abzustimmen. Die :bsz stellt Euch ein paar der interessantesten und förderungswürdigsten AnwärterInnen vor.
 

Der Hindu-Tempelverein in Hamm hat vergangenen Freitag gegenüber dem Land NRW seinen Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts erstritten. Zuvor hatte das Land den Antrag auf Anerkennung als Religionsgemeinschaft abgewiesen; der Verein bestehe erst seit 20 Jahren und habe zu wenige Mitglieder.

Am Sonntag, den 16. Juni, wurde in der Frankfurter Paulskirche der diesjährige Ludwig-Börne-Preis an Peter Sloterdijk (65) verliehen. Der alleinige Juror, der Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht, begründete seine Entscheidung, den mit 20.000 Euro dotierten Preis an den Philosophen und Essayisten zu verleihen, damit, dass Sloterdijk es schaffe, die Öffentlichkeit in „intensive Zustände intellektueller Wachheit“ zu versetzen.

Neue Entwicklungen in der Kooperation zwischen metropolradruhr und der RUB
Prügeln um die letzten Räder? Foto: clu

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Ruhr-Universität hat für seinen Kooperationsvertrag mit der nextbike GmbH über die Nutzung des metropolradruhr-Systems massiv Schelte von den Oppositionslisten – allen voran von der Liste B.I.E.R. und der Grünen Hochschulgruppe (GHG) – bekommen. Nun hat ein neues Treffen zwischen VertreterInnen des AStA, der Oppositionslisten, der RUB-Mobilitätskampagne move.2013 und nextbike am 6. Juni einige Entwicklungen angestoßen, welche die Leihfahrradnutzung zu besseren Konditionen für die Studierenden ermöglichen.

Studentisches Debüt „Absurde Beziehungen“ feiert am 22. Juni Premiere
Beziehungsfrust und Spielwut – Theatergruppe zeigt absurde Beziehungen. Foto: Spielwut

Das menschliche Miteinander nimmt manchmal merkwürdige Formen an. Das gleiche kann man über das Theater auch sagen – nicht zuletzt, weil es ja doch immer wieder um das Zwischenmenschliche geht. Die junge studentische Theatergruppe Spielwut zeigt mit ihrer Debütaufführung am 23. und 24. Juni eine Collage von „absurden Beziehungen“.

Hochschulmarketing sorgt für Diskussionen
"Beim Bund ist alles doof!" - Foto: mar

„Bundeswehr – raus aus der Uni“, hallten die Sprechchöre von rund 40 Protestierenden am 11. Juni durch den Mensa-Seminarraum 2 an der RUB. Trillerpfeifen kreischten, „Krieg beginnt hier“, stand auf einem großen Transparent, das die AktivistInnen genau dort hochhielten, wo zu dieser Stunde ein Referent der Bundeswehr stehen sollte. Im Rahmen der Firmenkontaktmesse der studentischen Initiative Bonding, auf der die Bundeswehr im Audimax auch mit einem Stand vertreten war, sollte für die „zivile Karriere“ beim Bund geworben werden. Angesichts der lautstarken antimilitaristischen Präsenz musste der Vortrag ausfallen. Der vom Protestplenum initiierte Aufruf zur Verhinderungsaktion hat die Debatte um Militärpräsenz an Universitäten neu entfacht.

Ausstellung „CRASH Bochum“ im FKT bringt 30 KünstlerInnen zusammen
Nicht immer alles zu ernst nehmen! Barbara Hacura posiert vor ihren Gemälden. Foto: mar

Da wird zusammengeführt, was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst: „CRASH Bochum“ heißt der zweite Teil einer internationalen Kunstausstellung. Der erste fand im Mai im schlesischen Katowice (Kattowitz) statt. Hier wie dort stellten und stellen 15 KünstlerInnen aus Polen und 15 aus Deutschland aus. Das Crash im Titel spielt dabei nicht auf den medial überstrapazierten Begriff culture clash und seinen Wortspielbruder culture crash an, sondern auf den Zusammenprall unterschiedlichster künstlerischer Ausdrucksformen, Ansichten, Techniken und Inhalte. KünstlerInnen profitieren vom fruchtbaren Austausch untereinander, BesucherInnen erwartet im Freien Kunst Territorium (FKT) eine äußerst vielfältige Ausstellung, deren erster Teil bereits 4.000 Menschen anzog.

Das megaFon-Theaterfestival heißt jetzt Zeitzeug_, lässt aber immer noch aufhorchen
Furchtbar abgefahren: Das Leben schmeckt wie ein frittiertes Schwein! Foto: flickr.com / Eugene Wei (CC BY-NC-SA 2.0)

Vor mehr als zehn Jahren begann die Geschichte des studentischen Theaterfestivals megaFon. Damals fand es noch ausschließlich an der Ruhr-Uni statt. Dieses Jahr, vom 12. bis zum 16. Juni erobert es – nach vielen kleinen Schritten in den letzten Jahren – den urbanen Raum der Bochumer Innenstadt. Außerdem ist es internationaler geworden, und auch Theater steht nicht mehr im Vordergrund, sondern junge Kunst in all ihren Formen und Farben. Da passt das diesjährige Motto „Megamorphosen“ ziemlich gut, zumal das Motto des letzten Jahres, Zeitzeug_, die Stelle des Festivalnamens übernommen hat.

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