Marek Firlej (mar)

Seit dem 1. April befördert ein neuer privater Unternehmer Bahnreisende durch NRW: Die CB Bahn, ein Tochterunternehmen der CB Mobility Logistics-Gruppe, bedient die neuen Linien RR1 und RR2. Mit dem RR1 kommt man von Dortmund über Bochum, Essen und Mülheim sowie Düsseldorf Flughafen und Hbf weiter nach Köln und zum dortigen Flughafen.

Die studentische Stimme ist nicht zu unterschätzen – Wie können wir sie nutzen?
Nordforum: AStA vs. UV. Foto: Jacq

„Zwei mal drei macht vier / Widdewiddewitt und drei macht Neune / Ich mach mir die Welt / Widdewidde wie sie mir gefällt!“ So heißt es im berühmten Lied von Pippi Langstrumpf, der ewig jungen Rebellin. Studiert man an der RUB, kann man unumstößliche mathematische Wahrheiten zwar nicht so einfach nach Belieben umstoßen, wohl aber hat man eine ganze Menge Möglichkeiten, die Uni-Welt so zu gestalten, wie sie einem gefällt.
 

Tag und Nacht Spaß haben in Bochum
Die Discokugel in der Rotunde: Bringt Partyatmosphäre in Lesungen, Kunstfestivals und – Partys. Foto: mar

Der Suchbegriff „Studenten Party“ erzielt auf Google 3,36 Mio. Treffer, die Wörter „Studenten Seminar“ hingegen nur 2,16 Mio. Die Prioritäten sind also klar. Und obwohl Bochum trotz Uni nicht den Charakter einer Studentenstadt hat, sondern eher eine Industriestadt ist, in die man ein paar Betonklötze namens RUB hingestellt hat, weiß man auch hier wie man seine Abende einzigartig zünftig gestalten kann.

Die diesjährige Preisträgerin des Gedichtwettbewerbs der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte ist eine Bochumerin: Christiane Lege aus Wiemelhausen überzeugte mit ihrem Sechzehnzeiler „ET“ die Jury. Preise sind unter anderem eine Vertonung und die Veröffentlichung in der Anthologie „Ausgewählte Werke XV“.

Wahlmarathon im Studierendenparlament
Mit Humor durch den Wahlmarathon: Carsten Mielke (l.) gratuliert Tim Köhler zur Wahl. Foto: USch

Die Ruhr-Uni Bochum hat einen neuen AStA-Vorstand: Zunächst wurde Tim Köhler (Jusos) am Abend des 14. März mit 20 Stimmen zum Vorsitzenden gewählt, während Gegenkandidat Carsten Mielke von der Satireliste B.I.E.R., der die Kandidatenbefragung zur Talkshow machte, 12 Voten erhielt. Tags darauf wurde zunächst Christian Volmering von der Liste der „Naturwissenschaftler und Ingenieure“ (NAWI) in seiner bereits im Vorjahr ausgeübten Tätigkeit als Finanzreferent bestätigt, bevor das achtköpfige Gremium komplettiert wurde. Während sich die bei den letzten Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) bestätigte „Koalition der Mitte“ (Dirk Loose, NAWI) zuversichtlich zeigte, die Interessen der Studierendenschaft weiterhin effektiv und kompetent vertreten zu können, sparte die Opposition nicht mit Kritik. Umstritten ist vor allem die geplante Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für AStA-Ämter bei gleichzeitiger Senkung der ReferentInnenzahl von 38 auf 28.

RUB-PädagogInnen plädieren für 60-Minuten-Schulstunden
Lernerfolg durch 60-Minuten-Unterricht: Immer mehr Schulen verabschieden sich von der alten 45-Minuten-Schulstunde. Illustration: mar

Immer mehr Schulen deutschlandweit und in NRW stellen auf U60M um, auf „Unterricht in 60-Minuten-Einheiten“. Schulstunden, die einer vollen Zeitstunde entsprechen statt wie bisher 45 Minuten, sollen einen strukturierteren Aufbau der Einheiten ermöglichen und die Möglichkeiten moderner pädagogischer Methoden besser ausnutzen. Dr. Rainer Wackermann vom Lehrstuhl für Didaktik der Physik an der RUB bestätigt dies in einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Untersuchung.

Performance „Politisches Solo“ im Freien Kunst Territorium in Bochum
Ein wenig abstrakt und minimalistisch: Das Plakat zur Aktion gibt sich wie die Vorstellung selbst. Grafik: müller*****

An vier Abenden fand bzw. findet im Freien Kunst Territorium (FKT) in Bochum ein „Selbstversuch in Empathie“ statt. So lautet der Untertitel der multimodalen Performance „Politisches Solo“ der an der RUB studierten Künstlerin Elisa Müller. Es geht um die Position des/der Einzelnen in der Demokratie, um unterschiedliche politische Strategien und nicht zuletzt um das Wesen der Politik und des Politischen. Es ist die Suche nach dem Grundlegenden. Auf diese Suche macht sich die Künstlerin alleine in einem Monolog, das Publikum sucht gemeinsam in Vorträgen und Filmsichtungen und hilft sich dabei gegenseitig in Diskussionen. Das Thema ist jeden Abend ein anderes, am 21. Februar geht es um Konsumentenverantwortung, am 22. um Kriegsfotografie. Als Exempel: Der Samstagabend mit einem Blick auf „Politisches Theater als politische Strategie“.

Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße. Diesen Satz liest man bisweilen, allein in diesem modernen Medium, das man Internet nennt, 92.500 Mal.

Eine Essener Künstlerin kehrt zurück in den Pott. Elisa Müller, seit Jahren in der KünstlerInnenszene des Ruhrgebiets und Berlins heimisch, bringt ihre multimediale und interaktive Performance „Politisches Solo. Ein Selbstversuch in Empathie“ nach einigen erfolgreichen Darbietungen in Berlin nach Bochum.

Foodsharing.de bringt Menschen zueinander und schärft das Lebensmittelbewusstsein
Wo wird im Pott food geshared? Ein Blick auf die Karte zeigt, dass das Projekt in Witten und Umgebung bereits Freunde gefunden hat. Screenshot: foodsharing.de

In den westlichen Industriestaaten landen Unmengen an kostbaren Lebensmitteln im Müll. Der Schwund lauert überall: Bei der Produktion, beim Transport, Verkauf und nicht zuletzt auch in den Haushalten wird weggeschmissen, was gegessen gehört. Die Kampagne „Zu gut für die Tonne“ des Ernährungsministeriums rät, Übriggebliebenes aufzuwärmen, einzufrieren oder kreativ wiederzuverwenden. Der Journalist und Filmemacher Valentin Thurn („Taste the Waste“) will das Bewusstsein für Lebensmittel in der Gesellschaft verändern und die Verwendungsmöglichkeiten von „Resten“ um eine soziale Komponente erweitern: Auf foodsharing.de kann man sehen, wer in der Nähe Lebensmittel zu verschenken hat.

Seiten