Marek Firlej (mar)
Nach Gesetzesänderungen: EU will Rechtsstaatlichkeit Polens prüfen
Kehren europäischen Werten nicht den Rücken: Zwischen zehn- und zwanzigtausend Menschen gingen am Samstag in Warschau (und anderen Städten) mit Polen- und EU-Flaggen auf die Straße, um für „Freie Medien“ zu demonstrieren. Foto::Komitet Obrony Demokracji

Brüssel ist beunruhigt: Nach den tiefgreifenden und raschen Gesetzesänderungen, die die Unabhängigkeit des Verfassungsgerichtes und der öffentlich-rechtlichen Medien in Polen bedrohen, will die EU-Kommission ab Mittwoch prüfen, ob das rechtsnational regierte Land noch als Rechtsstaat nach europäischen Normen gelten kann. Schlimmstenfalls können Polen alle Rechte eines EU-Mitgliedslandes entzogen werden. Es ist das erste Mal, dass die EU dieses Instrument einsetzt.

Kommentar: Warum unabhängige Berichterstattung so wichtig ist

Politische Sanktionen drohen, die Menschen fürchten um die Meinungsfreiheit: Es steht schlecht um die Demokratie in unserem Nachbarland. Na ja, solange sie demonstrieren können, ist doch alles in Ordnung? Noch können sie, ja.

Da kriegt der stets (wissens-)durstige Marek doch direkt Pipi inne Augen: Der erste Dortmunder Bier-Slam vereint an einem Abend Wissenschaft, Literatur und Unterhaltung rund um der Gebräue Edelstes – und das auch noch an einem Ort, der einer solchen Veranstaltung mehr als würdig ist.

Ein Besuch in der europäischen Kulturhauptstadt 2015, Plzeň in Tschechien
Abstieg in die Unterwelt: Bei der Führung durch die Urquell-Brauerei ging es tief in die Katakomben von Plzeň. Foto: mar

Es ist das Mekka für BierliebhaberInnen: Vor über 170 Jahren gründeten BürgerInnen einer westböhmischen Stadt eine Brauerei. Diese bekam  mit dem ersten hellen Lagerbier innerhalb kürzester Zeit internationale Bedeutung. Heute weiß wohl jedeR, was ein „Pilsener“ oder „Pils“ ist, aber dass Pilsen oder Plzeň, wie es heute heißt, im Jahr 2015 europäische Kulturhauptstadt war, hat hierzulande kaum jemand mitbekommen. Vier Jahre, nachdem ich mit dem Organisationsteam von Plzeň 2015 gesprochen hatte, stattete ich der Stadt und der Urquell-Brauerei einen Besuch ab. Fazit: Meine Kritik an Ruhr.2010 wurde berücksichtigt, und die Brauerei ist eine Pilgerreise wert.

Wirtschafstbetriebe und Initiativenförderung: Mit Eurer Stimme bestimmt Ihr mit, was mit Euren Millionen passiert
Warum wählen gehen? – Das fragen sich viele von Euch wohl in dieser Woche, wenn sie die ganzen Wahlplakate, Glühweinstände und Wahlurnen sehen. Manche denken sich vielleicht gar, dass diese Wahlen überhaupt ganz unnütz sind. Einer der Gründe wählen zu gehen ist, dass der gewählte AStA Beträge in Millionenhöhe verwaltet – die unter anderem durch Euren Semesterbeitrag zustandekommen.
 
DIËS UND DAS

Reibungen, selbst heftigste, müssen nicht immer zu etwas Schlechtem führen. Manchmal entstehen dadurch wahre Schönheiten, begehrte Reiseziele und der Lebensraum für 13 Prozent der Weltbevölkerung. 

Strapaziertes Zwerchfell und im Hals steckenbleibendes Lachen im KulturCafé
Moderator des Abends: Comedian Benaissa beim Comedy-Flash. Foto:alx

Darf man jetzt lachen? Mehr als einmal konnten sich die BesucherInnen des fünften Comedy Flashs am 24. November im KulturCafé das fragen. Die Stars des Abends, Dave Davis, Hany Siam, Simon Stäblein, Ususmango und auch Moderator Benaissa (Foto) übertraten mit ihrer „Ethnocomedy“ mehr als einmal die Grenzen der politischen Korrektheit – und brachten damit zum Lachen und Nachdenken.

Grüne entscheiden StuPa-Wahl an der UDE für sich / Bisher stärkste Liste US trat wegen „Diffamierung“ nicht an
Ohne United Students konnte sich die GHG Stimmen zurückholen: Die aktuelle Sitzverteilung im StuPa der UDE nach den Neuwahlen. Im Hintergrund: Das kürzlich geschlossene Kunst und Kultur Centrum, für dessen Wiedereröffnung sich die Grüne Liste einsetzen will. Grafik: mar; Foto: Blubbalutsch / Wikimedia Commons (GFDL und CC-BY-SA-2.0-de)

Es ist noch kein halbes Jahr her, dass an der Universität Duisburg-Essen (UDE) das Studierendenparlament (StuPa) gewählt wurde. Die Wahl wurde aber beanstandet, so dass die Studierenden im westlichen Ruhrgebiet in der vergangenen Woche erneut wählen gingen.

RVR beschließt, Radwege in Bochum auszubauen
Von der Quelle der Ruhr über Stiepel zur Mündung in Duisburg: Teile des Ruhrtalradweges sollen in Bochum verlegt und verbessert werden. Karte: Lencer / Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat beschlossen, zwei Fahrradrouten durch das Ruhrgebiet umzugestalten. Im Bochumer Norden von Hordel bis Gerthe sowie im südlichen Stadtteil Stiepel werden der Emscher-Park-Radweg, die Route der Industriekultur per Drahtesel, und der Ruhrtalradweg umgebaut, sodass Bochum demnächst knapp 20 Kilometer mehr zertifizierte Fahrradwege erhält.

Glosse: Ein Versuch über das gar merkwürdige Gebaren ansonsten verstandesbegabter Menschen in der Küche
Nicht mehr alle Tassen im Schrank: Küchenhilfen spülen uns am Ende allen das Oberstübchen weich. Karikatur: kac

Was ist das bloß für eine Welt, denkt man sich immer wieder. Man kann manchmal gar nicht anders, als Haare raufend und hin und wieder die Faust in die Luft reckend eine große unbekannte Macht, die doch hinter all dieser menschlichen Dummheit stecken muss, lautstark anzuklagen. Die NachbarInnen, sie gucken schon. Das heißt, sie blicken nur kurz durch mein Küchenfenster und schauen dann schnell wieder weg, schütteln den Kopf. Wahrscheinlich gehören auch sie zu denjenigen, deren menschliche, nur allzu menschliche, aber nichtsdestoweniger paradoxe Eigenschaft mich an den Rand der Verzweiflung treibt. Wieso nur, oh verrate mir doch jemand: Weshalb sind die meisten Menschen zu dämlich, eine Spülmaschine zu benutzen? Und weshalb muss ich immer mit ihnen zusammenwohnen? 

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