Alarmanlage für obdachlose Menschen

Technik. Studierende der RUB haben es möglich gemacht. Der Clochard Alert soll im Dezember 2020 erstmals getestet werden und Menschen ohne Obdach zumindest eine Sorge nehmen: Dass sie nachts beklaut werden. Hinter der Idee steckt Dr. Christoph Baer, vom Lehrstuhl für Elektronische Schaltungstechnik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, der gemeinsam mit dem eingetragen Verein Unsichtbar, der Obdachlosen und finanzschwachen Menschen hilft, die Idee für die Alarmanlage entwickelte. Vorangetrieben wurde das Ganze in der Lehrveranstaltung „Master-Projekt Humanitäre Technik“ und innerhalb von sechs Monaten bis zur Produktreife umgesetzt. In einem acht Zentimeter langen, zylindrischen Gehäuse steckt die Elektronik. Ebenso wird ein Sicherungskabel in dieses Gehäuse gesteckt, mit denen die Habseligkeiten verschnürt werden. Sobald dieses Kabel eingesteckt ist, kann der Alarm auf Knopfdruck scharf gestellt werden und wenn jemand versucht das Sicherungskabel gewaltsam herauszuziehen oder zu durchtrennen, geht der Alarm los. Die Batterien, mit denen die Alarmanlage betrieben wird, sollen bis zu neun Jahren halten. Im Dezember sollen zunächst 20 Geräte deutschlandweit von Hilfsorganisationen verteilt werden. Sollte sich die Testphase bewähren, würde man eine Kleinserie von 200 Clochard Alerts bauen wollen. Auch weitere humanitäre Projekte, wie Powerbank betriebene Heizpads für Obdachlose Menschen, werden von den Studierenden derzeitig angestrebt.             

  :fufu