ASten knicken vor Aufreißer ein

Ursprünglich war es als Solidaritätsaktion geplant, nun haben alle solidarisch den Schwanz eingezogen – vorerst, wie es heißt. Ein sogenannter „Pick-Up-Artist“ aus Frankfurt sah seine Persönlichkeitsrechte durch zwei Artikel in der Zeitung des AStAs der Frankfurter Goethe-Universität verletzt und schaltete einen Anwalt ein, der den Frankfurter AStA abmahnte. „Keine Zensur von Kritik an Sexismus“, forderte daraufhin ein Solidarbündnis. Neun weitere Studierendenvertretungen (darunter der AStA Duisburg-Essen) und diverse hochschulpolitische Listen veröffentlichten gleichzeitig die „verbotenen“ Artikel, um zu zeigen, „dass der AStA Frankfurt und die Autor*innen der Artikel nicht allein in ihrem Kampf gegen sexistische und sexualisierte Gewalt an den Hochschulen und darüber hinaus stehen“ – und wurden daraufhin ebenfalls mit Summen im vierstelligen Bereich abgemahnt. Geschlossen wurden die Artikel schließlich wieder entfernt.

Das Bündnis kritisiert das Vorgehen des umstrittenen Flirt-Coaches und will weiter „kämpfen und den Forderungen nicht nachkommen.“       

:mar

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