Freie Szene erhält 120.000 Euro

Rettungsschirm. Bochumer Künstler:innen können hoffentlich ein wenig aufatmen. Denn die Ratsmehrheit hat sich in einer Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus darauf geeinigt, den Rettungsschirm für die freie Kunstszene Bochums um 120.000 Euro aufzustocken. Die Einigung kam, nachdem die Linksfraktion bereits im August des vergangenen Jahres einen Antrag auf eine Aufstockung um 180.000 Euro einreichte. „Obwohl die Corona-Krise weiter anhielt, ist unser Antrag immer wieder vertagt und geschoben worden – bis heute. Endlich konnten wir uns mit den anderen Fraktionen auf einen mehrheitsfähigen Kompromiss einigen,“ erklärt die Linksfraktion. Den Kompromiss auf 120.000 Euro verbucht die Grüne Fraktion nun auf ihr Konto: „Auf Initiative der Grünen Fraktion im Rat wurde im Ausschuss für Kultur und Tourismus mit breiter Mehrheit ein weiterer Rettungsschirm für die Kulturszene in Bochum auf den Weg gebracht,“ erklärte die Fraktion. 
Die Linksfraktion fordert nun eine generelle Erhöhung der städtischen Ausgaben für die freie Kunstszene. So sollen künftig zehn Prozent des gesamten Kulturhaushalts für die Förderung der freien Szene verwendet werden, anstatt der derzeitigen vier Prozent. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 2.000 Euro und ist für die Entwicklung alternativer Produktions- und Präsentationsformate, Recherche-Stipendien zur Erschließung neuer Ideen und Ansätze sowie Investitionen in die eigene Veranstaltungsinfrastruktur vorgesehen.      

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