Geschlossene Bücher lesen

US-ForscherInnen in Cambridge arbeiten derzeit an einem System, das es erlauben soll, künftig komplette geschlossene Bücher scannen zu können.

Ein bereits vorgestellter Prototyp schafft es bisher, einzelne Buchstaben bis zu neun Blatt tief in einem Papierstapel zu erkennen. Möglich machen dies die sogenannte Terahertz-Strahlung, die zwischen Papier und Tinte unterscheidet sowie ein Zeichenerkennungsalgorithmus.

Die kurze Laufzeit der Terahertz-Blitze zwischen Emitter und Sensor verrät sehr genau, wie tief die Strahlung in den Papierstapel eindringt. Ebenso befindet sich zwischen jeder Seite eine 20 Mikrometer dicke Luftschicht, die Terahertz-Strahlung reflektieren kann.

Künftig soll dieses Verfahren vor allem jenen ForscherInnen dienen, die mit sehr alten Originalen arbeiten. Mit Anwendung dieser Methode kann nämlich weitestgehend auf das tatsächliche Nachschlagen in solchen Werken verzichtet und diese somit weitaus effektiver als bisher erhalten werden.  :tom