Mal wieder verkalkuliert

Es scheint derzeit kaum möglich  zu sein, ein öffentliches Bauprojekt zu realisieren, ohne dass während des Baus die Kosten um einiges höher ausfallen als geplant. So stellte sich nun heraus, dass das Parkhaus für die Jahrhunderthalle nicht, wie bei Baubeginn veranschlagt, 5 Mio., sondern 6,4 Mio. Euro kosten wird. Intern wurde bei der Bauherrin Entwicklungsgesellschaft Ruhr (EGR) bereits von 5,7 Mio. Euro ausgegangen. Offenbar ist es also schon normal, öffentlich 14% geringere Kosten anzugeben, um Bauvorhaben durchzusetzen. Die Gründe für den Kostenaufschlag sind zum einen Verzögerungen im Betriebsablauf, zum anderen ein problematischer Baugrund. Dennoch lobt Stadtdirektor und EGR-Interimsgeschäftsführer Paul Aschenbrenner den Standort des Parkhauses und rechtfertigt damit die schlechte Eignung des Baugrunds. Zu den Verzögerungen kam es, weil die geplante Klinkerfassade des Parkhauses in dieser Form noch nie verbaut wurde und erst einer Prüfung durch die RWTH Aachen bedarf. Finanziert wird der Bau zu 90 Prozent aus Mitteln des Landes und der EU.
 

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