Nicht nur das Klima ändert sich

Metal. Die französische Extreme-Metal Band Gojira (jap. Originaltitel des 1955er Films Godzilla) geht auf ihrem neuen Album „Fortitude“ den Weg, den sie auf Vorgänger „Magma“ eingeschlagen haben, weiter. Während die Themen – die Beziehung des Menschen zur Umwelt, Klimawandel, Leben und Tod – sich grundsätzlich wenig geändert haben, wirkt die Herangehensweise in gewisser Weise optimistischer und hoffnungsvoller. Der Sound entwickelt sich dabei in eine Richtung weg von harten Technical Death Metal Riffs und hin zu mehr Groove Metal. Ganz wenden sie sich dabei nicht von ihren Wurzeln ab, und der Song „Another World“ erinnert an den Opening Track „Oroborus“ ihres 2008er Albums „the way of all flesh“. Die Härte von Liedern auf diesem und dem vorhergehendem Album „from mars to sirus“ vermisst man jedoch. Progressive Aspekte und unerwartete Wendungen werden nicht weniger, erstere rücken eher mehr in den Vordergrund, doch werden die gutturalen Vocals von Joe Duplantier immer mehr durch cleanen Gesang abgelöst. Schon Genre-Kollegen Mastodon legten einen ähnlichen Wandel hin, der zu dem großen weltweiten Erfolg führte, den sie mittlerweile genießen. Den Erfolg gönne ich ihnen auf jeden Fall, eine gewisse Enttäuschung ob ihrer musikalischen Entwicklung lässt mich jedoch nicht ganz los.  

        :kjan