Ausbildung
Connecten auf der ITS.connect

Messe. Seit 2008 gibt es die Messe ITS.connect an der Ruhr-Universität, die Studierenden aus der IT-Sicherheit ermöglicht, Kontakt zu verschiedenen Unternehmen der Branche zu knüpfen. Einen Ausblick darauf, was Euch bei der zweiten digitalen Ausgabe erwartet, bekommt Ihr hier.

Kommentar: Ausbildung und Aufenthaltserlaubnis gehören zusammen
Gerade bei Flüchtlingen ein Streitthema: Der richtige Umgang mit Migration. Quelle: Denis Bocquet (CC BY 2.0)

Deutschlands Flüchtlingspolitik tritt auf der Stelle. Vergangene Woche wurde von der Großen Koalition überraschend die Chance vertan, AsylbewerberInnen und geduldeten AusländerInnen bei einer Berufsausbildung die Aufenthaltserlaubnis zu geben. Die unsinnige Benachteiligung dieser Menschen in der Arbeitswelt wird somit fortgesetzt. Dabei schienen sich im Vorfeld deutliche Verbesserungen anzubahnen.

Erste-Hilfe-Kurse werden verkürzt

Der Erste-Hilfe-Kurs wird endlich verkürzt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe und die Gesetzliche Unfallversicherung haben ein Einsehen mit den TeilnehmerInnen und zwingen sie nicht mehr,  über zwei Tage an einen mehr oder minder spannenden Kurs teilzunehmen. Das ist natürlich von den jeweiligen AusbilderInnen abhängig, doch fand ich es als Erste-Hilfe-Ausbilder des DRK schon immer zweifelhaft, die EH-Schulungen unnötig in die Länge zu ziehen. Jetzt also mehr Praxis statt Theorie. Das ist sicherlich ein vernünftiger Ansatz, doch sollten die Erste-Hilfe-AusbilderInnen nicht nur noch als ModeratorInnen abgestempelt werden – wie es jetzt vorgesehen ist. Sie leisten einen wichtigen Teil bei der Ausbildung und sollten ihr Fachwissen dringend einsetzen! Mehr Praxis? Ja, ok! Aber es darf trotzdem Wissen vermittelt werden! Und: Die AusbilderInnen müssen die TeilnehmerInnen überzeugen, wie wichtig Erste Hilfe ist! Das darf trotz der verkürzten Kurse nicht auf der Strecke bleiben!                               

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Neue Richtlinien bei Erste-Hilfe-Kursen
Stabile Seitenlage: Um die zu lernen, braucht man keine zwei Tage Ausbildung.	              		Foto: tims

Die Erste-Hilfe-Kurse werden kürzer. Seit dem 1. April 2015 gelten bundesweit neue Standards – vor allem die Kurslänge, die vielen bisher ein Dorn im Auge war, wurde neu reguliert. Der bisher an zwei Tagen stattfindende Erste-Hilfe-Kurs fällt weg und wird durch einen Ein-Tages-Kurs ersetzt.

Proteste in Düsseldorf: Angehende PsychotherapeutInnen kämpfen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse
Ob in Düsseldorf oder – wie hier im Bild – in Bamberg: Angehende TherapeutInnen demonstrieren für bessere  Arbeitsverhältnisse und eine gerechte Bezahlung. - Foto: Sebastian Martin / infranken.de

Von Arbeitslöhnen von 1,50 Euro pro Stunde bis zu Beschneidungen der ArbeitnehmerInnenrechte – wer PsychotherapeutIn werden will, muss während der Ausbildung einiges hinnehmen. Damit sich das in Zukunft ändert, protestierten in zahlreichen deutschen Städten PsychologInnen in Ausbildung (kurz PiA) gemeinsam mit Studierenden – auch in Düsseldorf. Erfahrt mehr zum Thema in unserem Beitrag (Alb-)Traumjob TherapeutIn.

PiA-Protest: PsychologInnen in Ausbeutung für bessere Bedingungen
Schluss mit Ausbeutung: In ganz Deutschland demonstrierten PsychologInnen in Ausbildung und Studierende für bessere Bedingungen. - Foto: Robbie Schröter

Habt Ihr schonmal für 1,50 Euro die Stunde gearbeitet? Wenn nicht, würdet Ihr es denn tun? Vermutlich nicht. Zahlreiche PsychologInnen müssen das trotz abgeschlossenem Studium tagtäglich. Nebenher finanzieren sie die Weiterbildung zum/zur TherapeutIn aus eigener Tasche. Klingt unmöglich? Ist es beinahe auch. Darauf machte der bundesweite Protest angehender PsychotherapeutInnen Dienstag vergangener Woche aufmerksam.