Edward Snowden
Tor-NutzerInnen durch US-Geheimdienst als Extremisten gebrandmarkt
Anonym im Internet: So funktioniert die Verschlüsselung über das Tor-Netzwerk. - Quelle: wikimedia commons, Tfr.didi - Darstellung: ck

Neben der Bundeskanzlerin zählt nun auch ein deutscher Student aus Erlangen zu dem namentlich bekannten Personenkreis, der in das Fadenkreuz des aktuell umstrittensten US-Geheimdienstes geraten ist. Seit Anfang Juli ist bekannt, dass die NSA gezielt Leute ausspäht, die sich mit Sicherheitssoftware und Überwachungsschutz im Internet beschäftigen.

Ein neues Kapitel
Auf der Flucht: Edward Snowden hat sichs‘ mit der NSA verscherzt. Collage: Jacq/koi
Der Prism-Skandal: Erneut erhebt sich auf den Spuren von Edward Snowden und nach Demonstrationen in Hongkong scharfe Kritik gegen das soziale Netzwerk Facebook. War Edward Snowdens Enthüllung ein Freiheits- oder ein Kriminalakt? Wie weit sich der Skandal um den US-Überwachungsdienst ausdehnt, wurde letztes Wochenende veröffentlicht – überraschenderweise nicht bei Facebook selbst. Es handelte sich tatsächlich allein im letzten Halbjahr 2012 um 18.000 bis 19.000 Facebook-Konten, welche von der Spionage betroffen waren. Dies bedeutet, dass die National Security Agency (NSA) sowie acht andere US-Geheimdienste in diesem halben Jahr bis zu 10.000 Anfragen an das soziale Netzwerk gestellt haben.