Katharina Cygan
„Haut I & II“ im Musischen Zentrum schockiert und verwirrt
Meterhohes Ekelpaket: Während im Hintergrund das wohl ekelhafteste Bühnenbild der MZ-Geschichte ertrahlt, erregen Max (Laron Janus) und Paula (Caroline Königs) menschliche Abscheu.

Hat jemand schon so etwas Scheußliches gesehen? Gut, das Internet hält viele Überraschungen bereit – aber auf der Studiobühne im Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum? Viele studentische Stücke, die hier aufgeführt werden, sprechen ernste, bisweilen, kaum besprochene Themen an. Aber Silberfischchen gebärende Frauen in bedrückenden Kerkern und sadistische Machtfantasien vor einer gewaltigen, verfaulten, madenbesetzten Vagina: Caroline Königs (Text und Regie) und Katharina Cygan (Bühnenbild und Regie)  brachten am 9. und 10. Juni zwei kleine Stücke mit besonders hohem Brechreizfaktor auf die Bühne.

Haut I+II im MZ aufgeführt
Sterile Schäbigkeit und unerträgliche Beklemmung: (v l. n. r.) Keimschleudern Lara (Sina Geist), Euchenia (Sirka Elfert) und Madeleine (Camilla Szymanski). Foto: Jan Turek

Caroline Königs’ „Haut I & II“ präsentierte vergangene Woche menschliche Abgründe und das vielleicht widerlichste Bühnenbild, das das Musische Zentrum je gesehen hat.

Das Double-Feature „Haut I & II“ am 9. und 10. Juni exklusiv im Musischen Zentrum
Absurd und brutal: Caroline Königs und Katharina Cygan inszenieren diesmal ein Ernstes Stück. Foto: mar

Eine düstere Gothic-Party wollen Caroline Königs und Katharina Cygan mit den Kurzstücken „Haut I & II“ auf der MZ-Bühne feiern. Ihr gemeinsames Projekt ist absurdes Bildertheater über Gewalt, Entfremdung und Hackfleischvaginen.