Konzert
Kommentar: Konzerte sind was für alle Sinne

Der Saal wird dunkel, die Bühne hell. Die MusikerInnen betreten selbige, lassen sich kurz feiern und hauen in die Saiten beziehungsweise auf die Trommelfelle. Oder Tasten. Wie auch immer. Was für ein Opener! Volles Brett. Ich raste aus, juble, springe, tanze! Meine Lieblingsband live, jawoll! „Ej, hör ma auf damit, ja!“, quäkt irgendeine Nervensäge von hinten.

Punkrock aus Belfast: Stiff Little Fingers spielten im Turock neben Klassikern auch Songs vom neuen Album „No Going Back“
„Go, get it now.“ – Mit der letzten Zeile des kämpferischen Evergreens „Alternative Ulster“ setzten die Stiff Little Fingers vergangenen Donnerstag den Schlussakkord im Essener Turock. Zuvor hatten sie das größtenteils gesetzte Punk-Publikum gute zwei Stunden mit Klassikern, ein paar Raritäten und neuen Songs unterhalten. Es wurde eifrig mitgesungen und getanzt, gegen Ende konnte man in der Metaldisco sogar von Pogo ähnlichen Zuständen sprechen.
 
Harte Felsen und Industrie in Klangform
Stählerner Frontmann: Martin Soer von Stahlmann erinnert an eine Szene aus Terminator 2. Foto: mar

Doppelevent in dem ehemaligen Brauereigebäude in Langendreer: Am vergangenen Samstag, dem 26. September rockten zeitgleich im Rockpalast die Metal-Nostalgiker Black Trip und unten in der Tube der Matrix Stahlmann, und zeigten, was Neue Deutsche Härte ist.

Psychedelische Doom-Rock-Band aus San Francisco in der Bochumer Matrix
Doom in der Matrix. Foto: ann

Bei der Sängerin von Jex Thoth fragt man sich, ob sie einen verhext, mit verbotenen Substanzen in ihren Räucherstäbchen berauscht – oder schlichtweg mit einer unglaublich atmosphärischen Performance betört. Glücklicherweise kommt man aber erst nach der Show dazu, sich diese Frage zu stellen.

Verrückte Finnen verwursten Feierhits: Eläkeläiset im Bahnhof Langendreer
Wollt ihr Humppa hören? Eläkeläiset-Akkordeonspieler Lassi Kinnunen kann auch im Sitzen für Stimmung sorgen. Foto: alx

Die Band sitzt auf der Bühne und spielt finnische Polka, Humppa genannt –  und die Menge im Saal tobt, es wird getanzt, gelacht, gepogt. Wie kriegt man das hin? Die Band Eläkeläiset hat im Wesentlichen drei Zutaten, um für Stimmung zu sorgen: 1. viel Alkohol, 2. berühmte Rock- und Popsongs auf Finnisch im Stil dieser ulkigen nordischen Folklore spielen, 3. noch viel mehr Alkohol. Der Montagabend im Bahnhof Langendreer bot kein Konzert wie jedes andere.

Castival im Westfalenpark: Casper, Bosse und AnnenMayKantereit bieten gelungenes Finale der Tour
Casper gibt alles: Die Fans konnten sich über ein bombastisches Castival 2015 freuen, die DVD folgt. Foto: alx

Casper zog mit seiner Open-Air-Tour durchs Land und drehte für Fans und die kommende DVD noch einmal richtig auf. Rund 15.000 ZuschauerInnen stimmten am sonnigen 22. August mit in die Lieder von AnnenMayKantereit, Bosse und denen des Main-Acts ein und waren Teil eines „ganz besonderen Abends“.

Industrial-Rock aus dem Dritten Reich in Bochum? Was steckt hinter Laibach
Ein retro-avantgardistisches Leitbild: Laibach-Sänger ­Tomaž Hostnik. Foto: mar

Bochum, Zeche. Sonntagabend. Ein Mann mit Tropenkopfschutz in strammer Haltung. Neben ihm steht eine Frau, in edle Garderobe gekleidet, ­hinter einem Sythesizer. Sie singt und gebärdet sich dabei wie Joseph Goebbels. Der Synthesizer wird zum Redepult. Hinter ihr marschieren Menschen über die Leinwand. Die Band Laibach inszeniert auch dieses Konzert vom 15. Februar wie jeden ihrer Auftritte als Machtspiel.

Sólstafir und Nordic Giants beschallten die Zeche
Schremmelsounds und melancholischer Gesang: Sólstafir-Frontmann Aðalbjörn Tryggvason bei einem Konzert 2014. Foto: mb

Ein intensiver Abend in der Zeche: Die kraftvoll-melancholischen Isländer von Sólstafir brachten am 2. Februar eisigen Wind und weite Landschaften in akustischer Form in den Konzertsaal. Den Abend eingeläutet haben die Briten Nordic Giants mit einem multimedialen Auftritt der besonderen Art.

Liedermacher: Widmann & Co. mit neuen Alben im Bahnhof Langendreer
Guter Unterhalter: Liedermacher Götz Widmann.

Mit seinem vielseitigen Auftritt überraschte Götz Widmann am 8. Januar das Publikum im Bahnhof Langendreer, aber auch seine musikalische Begleitung sorgte für gute Laune und einige Lacher.

Celso Piña brachte Klänge aus Mexiko ans Rheinufer
Fiesta Mexikaner: Gute Stimmung trotz Platzmangels. Quelle: flickr.com; Montecruz Foto (CC-BY-SA-2.0)

Vergangenen Donnerstag, den 29. Mai, veranstaltete das KIT Café, welches sich direkt am Rheinufer in Düsseldorf befindet, ein mexikanisches Konzert. Zu Gast war niemand Geringeres als Celso Piña, der das trübe Wetter mit seinen lateinamerikanischen Klängen wegspielte.

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