Konzert
Castival im Westfalenpark: Casper, Bosse und AnnenMayKantereit bieten gelungenes Finale der Tour
Casper gibt alles: Die Fans konnten sich über ein bombastisches Castival 2015 freuen, die DVD folgt. Foto: alx

Casper zog mit seiner Open-Air-Tour durchs Land und drehte für Fans und die kommende DVD noch einmal richtig auf. Rund 15.000 ZuschauerInnen stimmten am sonnigen 22. August mit in die Lieder von AnnenMayKantereit, Bosse und denen des Main-Acts ein und waren Teil eines „ganz besonderen Abends“.

Industrial-Rock aus dem Dritten Reich in Bochum? Was steckt hinter Laibach
Ein retro-avantgardistisches Leitbild: Laibach-Sänger ­Tomaž Hostnik. Foto: mar

Bochum, Zeche. Sonntagabend. Ein Mann mit Tropenkopfschutz in strammer Haltung. Neben ihm steht eine Frau, in edle Garderobe gekleidet, ­hinter einem Sythesizer. Sie singt und gebärdet sich dabei wie Joseph Goebbels. Der Synthesizer wird zum Redepult. Hinter ihr marschieren Menschen über die Leinwand. Die Band Laibach inszeniert auch dieses Konzert vom 15. Februar wie jeden ihrer Auftritte als Machtspiel.

Sólstafir und Nordic Giants beschallten die Zeche
Schremmelsounds und melancholischer Gesang: Sólstafir-Frontmann Aðalbjörn Tryggvason bei einem Konzert 2014. Foto: mb

Ein intensiver Abend in der Zeche: Die kraftvoll-melancholischen Isländer von Sólstafir brachten am 2. Februar eisigen Wind und weite Landschaften in akustischer Form in den Konzertsaal. Den Abend eingeläutet haben die Briten Nordic Giants mit einem multimedialen Auftritt der besonderen Art.

Liedermacher: Widmann & Co. mit neuen Alben im Bahnhof Langendreer
Guter Unterhalter: Liedermacher Götz Widmann.

Mit seinem vielseitigen Auftritt überraschte Götz Widmann am 8. Januar das Publikum im Bahnhof Langendreer, aber auch seine musikalische Begleitung sorgte für gute Laune und einige Lacher.

Celso Piña brachte Klänge aus Mexiko ans Rheinufer
Fiesta Mexikaner: Gute Stimmung trotz Platzmangels. Quelle: flickr.com; Montecruz Foto (CC-BY-SA-2.0)

Vergangenen Donnerstag, den 29. Mai, veranstaltete das KIT Café, welches sich direkt am Rheinufer in Düsseldorf befindet, ein mexikanisches Konzert. Zu Gast war niemand Geringeres als Celso Piña, der das trübe Wetter mit seinen lateinamerikanischen Klängen wegspielte.

Beim audiovisuellen Spiel mit Extremen gibt’s Grenzerfahrung zum Mitmachen
Formen und Farben fließen: Bunte Installationen im Wittener Treff.	Foto: dESTRUKTIVA

Dunkelheit und Stille werden aufgebrochen: In langsamen Klangfolgen dröhnt übersteuerter Gitarrenlärm, dazu brennt sich die unpassend schnelle Abfolge von Lichtblitzen aus einem Stroboskop in die Netzhaut. Der Kodiak-Ableger Nightheart macht Drone, ein extremes Subgenre von Doom Metal. Neben acht weiteren Acts werden die zwei Musiker am Samstag (15. Februar) im Kulturzentrum Treff in Witten spielen. Und genau wie ihre Musik werden auch die experimentellen Klänge ihrer Künstler-KollegInnen aus den Bereichen Noise, Elektro und Krautrock schwer zugänglich sein. Jeder Annäherungsversuch aber ist ein Wagnis, das sich lohnen könnte. Nicht zuletzt, weil das Publikum eingreifen darf. Mit einfachen Licht-Installationen können die Gäste nach Gusto den sonst dunklen Raum bespielen.

Israelische Band Orphaned Land beehrte die Matrix mit orientalischen Klängen
Spielt mit religiösen Anspielungen: Orphaned-Land-Frontmann Korbi Farhi. Foto: Frost Fotografie

Wenn es nach ihnen und ihren Fans ginge, würden sie für den Friedensnobelpreis nominiert. Sie kommen aus Israel und beantragten die Staatsbürgerschaft der muslimischen Türkei, ihre Themen sind Völkerverständigung und die gemeinsamen Ursprünge der drei Buchreligionen Judentum, Islam und Christentum – und sie spielen progressiven, vielschichtigen Death und Doom Metal. Die Rede ist von Orphaned Land, die am 25. September in multireligiöser Tourkonstellation ihre Botschaft lautstark in der Bochumer Matrix verkündeten.

Steinkind-Konzert im KuCaf rockte vor und auf der Bühne
Steinkind im KulturCafé: Musik aus allen Richtungen. Foto: Alexander Ivo Ryba

Zunächst war die Band skeptisch: KulturCafé, das klingt nicht nach einem Club, in dem Steinkind normalerweise auftreten würden. Auch die von zwei Seiten offene Bühne ist ungewöhnlich. Was aber zur Band passt: Die Frage, welchen Musikstil man vergangenen Freitag im KulturCafé zu erwarten hatte, wusste niemand konkret zu beantworten. Etwas Punk, etwas EBM und ganz viel von allem, was es dazwischen und drumherum gibt. Lag es womöglich an dieser Ungewissheit, dass sich nur knapp 70 Fans eingefunden hatten? Diese allerdings hatten ihren Spaß.

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